Handball 1. Liga
Die Siegesserie hält nicht weiter an

Drei Viertelstunden lang war die Partie zwischen dem HC Dietikon-Urdorf und Handball Wohlen ausgeglichen. Dann gelang es Wohlen die entscheidende Differenz zu setzen. Dietikon-Urdorf verliert erstmals wieder, 33:37 das hohe Schlussresultat.

Alessandro Crippa
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Der HC Dietikon-Urdorf und sein Trainer Jan Sedlacek müssen sich Wohlen geschlagen geben.

Der HC Dietikon-Urdorf und sein Trainer Jan Sedlacek müssen sich Wohlen geschlagen geben.

Ruedi Burkart

Der Start in die Partie gelang beiden Teams gleich gut, nach fünf Minuten stand es 2:2, ehe Manuel Frey, der Wohler Topskorer, die Gäste das erste Mal in Führung brachte. Dietikon-Urdorf schien das gewaltig zu ärgern, allen voran Jonas Affentranger. Mit zwei tollen Toren in Serie gab er postwendend eine eindrückliche Antwort. Bis zur 15. Minute verschaffte sich das Heimteam einen Vier-Tore-Vorsprung.

Dies lag vor allem an der unglaublichen Effizienz im Abschluss und an einen bärenstarken Josip Katicic im Tor. Der 29-Jährige parierte etliche Würfe und brachte die Gegner reihenweise zur Verzweiflung. Auch, einige unschöne Worte Freys in seine Richtung brachten ihn nicht aus dem Konzept.

Ein ewiges Hin und Her

Der HCDU-Höhenflug hielt aber nur bis zur 20. Minute an. Aus unerklärlichen Gründen fanden nur noch wenige Bälle den Weg auf das Tor von Manuel Lehner. Und Wohlen seinerseits drehte auf, kam immer besser in Fahrt und liess seine Klasse immer wieder aufblitzen. Besonders das Umschalten von Defensive auf Offensive funktionierte bei den Bünztalern gut und sie konnten einige Gegenstosstreffer verbuchen. Zur Pause hatten die Gäste den Spiess gedreht und führten 13:15.

Das Spiel war aber somit noch längst nicht entschieden, es lag noch alles drin in der zweiten Hälfte. Wieder waren die Anfangsminuten ausgeglichen, Dietikon-Urdorf wurde aber zunehmend stärker. Und tatsächlich! Mit zwei tollen Balleroberungen in der Abwehr und schnell herausgespielten Treffern konnte das Heimteam das Score wieder ausgleichen. In der Abwehr stand der Mittelblock mit Caprani und Affentranger schier bombensicher, im Angriff stifteten ebenfalls Affentranger und aber auch Biffiger stetig Unruhe und sorgten dafür, dass ihr Team Mitte der zweiten Hälfte mit zwei Toren in Front lag.

Am Samstag in Olten als Aussenseiter

Doch dann kam der Bruch im Spiel der Zürcher. Luzi Tiefenauer kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe und die verbleibenden fünf Feldspieler schafften es nicht, den Vorsprung während eben diesen zwei Minuten zu halten. Wohlen hingegen entfachte das Feuer noch einmal und schien davonzuziehen. Dietikon-Urdorf hielt stets dagegen, versuchte auch, die Abwehr umzustellen. Doch es wollte nichts mehr helfen.

Es entwickelte sich ein Torfestival der Sonderklasse, das Wohlen für sich entscheiden konnte. Der eine Aufsteiger bezwang den anderen schlussendlich verdient und auch nicht zu hoch mit 33:37. Für Dietikon-Urdorf gilt es nun, die Niederlage abzuhacken und am kommenden Samstag Olten die Stirn zu bieten. Wie die Zürcher mit der klaren Aussenseiterrolle zurechtkommen, wird sich ab 16:45 zeigen.

HC Dietikon-Urdorf: Katicic (1.-50. Und 57.-60.) / Crippa (50.-57.); Affentranger (8), Biffiger (13), Burla (2), Caprani (2), Galli, Grendelmeier (3), Polozani (1/1), Reymond, Tiefenauer (1), Wüthrich (3), Zürcher (1).