Eidgenössisches Turnfest
Die sechsstündige Fahrt mit dem Traktor nach Biel

Der Sportverein Bergdietikon wird auch dieses Jahr eine lange Fahrt mit dem Traktor auf sich nehmen. 39 Jugendliche und 34 Aktive starten für den Verein am Eidgenössischen Turnfest in Biel.

Claudine Müggler
Merken
Drucken
Teilen
Bei den Bergdietiker Turnfestfahrern stehen der Spass und der Teamgeist im Vordergrund. Foto: cmü

Bei den Bergdietiker Turnfestfahrern stehen der Spass und der Teamgeist im Vordergrund. Foto: cmü

«Das hat bei uns Tradition. Immer zwei Mitglieder unseres Vereins reisen jeweils mit dem Traktor an die Turnfeste», erklärt Martin Bräm, der Präsident des Vereins. «Vor zirka 15 Jahren haben wir zum ersten Mal einen Traktor gemietet und seither machen wir das immer noch – bis heute.» Der Traktor mit einem angehängten Wagen dient dem Sportverein Bergdietikon in Biel auch als kleine Bar und als Treffpunkt für diejenigen, die auf dem grossen Festgelände eventuell verloren gehen.

Der Rest der Delegation wir mit dem Zug ans Eidgenössische Turnfest fahren. Dieses Wochenende werden die 39 Jugendlichen des Sportvereins erst einmal ihr Können unter Beweis stellen. «Für die Kleinen ist das ein super Erlebnis, an einem Anlass mit so vielen Menschen teilzunehmen», sagt Bräm.

In der kommenden Woche wird dann die 34-köpfige Delegation der Aktiven ihr Bestes geben. Die Frauen treten in der Gymnastik Grossfeld an. Die Männer werden den Fachtest absolvieren, Kugelstossen und in der Disziplin Wurfkörper antreten. Die Pendelstafette wird gemeinsam absolviert.

Der Ehrgeiz, ein gutes Resultat abzuliefern, steht für die Bergdietiker nicht im Vordergrund. «Das Turnfest soll in erster Linie Spass machen, die Resultate sind bei uns zweitrangig», sagt der Präsident. «Wir wollen den Turnerinnen und Turnern eine Plattform bieten, bei der jeder mitmachen kann.»

Das A und O ist natürlich das Training. Da der ganz grosse Wille, vorne mitzumischen, jedoch nicht unbedingt vorhanden ist, «sei ein Training, bei dem alle 34 anwesenden seien, eher selten.»

Der Zusammenhalt und Teamgeist hingegen wird bei den Bergdietikern grossgeschrieben. «Ein solches Fest ist ein guter Anlass, um nach den Wettkämpfen zusammenzusitzen und das Erlebte gemeinsam ausklingen zu lassen», so Bräm. Ein besonderes Ritual gibt es für diejenigen Turnerinnen und Turner, die das erste Mal als Aktive dabei sind. Nach dem Wettkampf gibt es jeweils eine Taufe. Dabei kann sich der Turner einen Götti auswählen, der sich dann etwas Besonderes einfallen lässt. «Meist landet der Erstling irgendwo in voller Montur im Wasser», lacht Bräm.

Sobald das Turnfest nach ereignisvollen zehn Tagen am 23. Juni fertig ist, werden die Bergdietiker mit dem Zug nach Hause fahren und um 17.30 Uhr am Bahnhof in Dietikon erwartet. Von dort aus werden die Turnerinnen und Turner den Heimweg zu Fuss antreten. Hoch oben am Berg, oberhalb von Dietikon, werden sie mit einem Empfang im Dorf willkommen geheissen.