Faustball

Die schwierige Trainersuche der Schlieremer

Für Sandro Hunziker und die Schlieremer soll es künftig aufwärtsgehen.

Für Sandro Hunziker und die Schlieremer soll es künftig aufwärtsgehen.

Schlieren spielt mit dem Gedanken, einen neuen Trainer für die Männermannschaft zu verpflichten - am besten einen Topmann. Doch - wenig überraschend - kostet eine solche Verpflichtung viel Geld.

Das Problem ist der Erfolg der Frauen. Das bestätigt Vereinspräsident Daniel Laubi, meint das aber nicht verächtlich. Darum gehts: Der STV Schlieren spielt seit längerem mit dem Gedanken, einen externen Trainer zu engagieren, der das Männerteam voranbringen soll. Im letzten Herbst hat Laubi auf der Vereinshomepage ein entsprechendes Inserat geschaltet, «um damit mal den Markt zu testen», wie er sagt.

Die Resonanz habe ihn überrascht. «Es haben sich sogar Nationaltrainer und -spieler gemeldet.» Laubi hat aus den Gesprächen die Erkenntnis gewonnen, dass man «eine Menge Geld in die Hand nehmen muss», um sich einen Topmann leisten zu können. Konkrete Zahlen will er nicht nennen. Gemäss einem Szenenkenner kann ein NLA-Trainer durchaus 15 000 Franken oder mehr pro Jahr kosten.

Im Sommer wird entschieden

Mit 17 Schweizer-Meister-Titeln auf dem Feld und in der Halle sowie mit acht Europacupmedaillen sind jedoch die Frauen das klare Aushängeschild des Vereins. Die Männer können lediglich einige NLB-Meistertitel dagegenhalten. Die Schlieremerinnen werden seit Jahren von Simone Eicher respektive Sabine Pfister trainiert: Interne Lösungen, die nur leicht entschädigt werden.

Sollte nun also für viel Geld ein Männertrainer verpflichtet werden, ist Feuer im Dach. Daniel Laubi ist das bewusst, deshalb will er die Angelegenheit zuerst im Verein besprechen. Eine Möglichkeit sei, die Trainer beider Teams zu entschädigen – wenn sich das finanziell ermöglichen lässt. Die Entscheidung darüber werde im Sommer gefällt.

Dem Vorstand der Schlieremer gehört seit neuestem auch NLB-Spieler Christian Steuer an. Als Sportchef für die erste und zweite Mannschaft steht er für die erste konkrete Massnahme für den anvisierten Aufbruch im Männerbereich. Das Ziel ist gemäss Laubi das Erreichen der Aufstiegsrunde zur NLA in zwei, drei Jahren.

Ein grosses Talent gibt Hoffnung

Zukunftsmusik. Zunächst gilt es, den Abstieg in die 1. Liga zu verhindern. Am Samstag beginnt die Saison in Rebstein. «Es wird härter als in der letzten Saison», ist Laubi überzeugt. Der Vereinspräsident, der selbst noch in der fünften Mannschaft in der 3. Liga aktiv ist, setzt grosse Hoffnungen in Swen Aebersold – buchstäblich grosse.

Der 19-jährige Schläger, der im letzten Jahr schon im NLB-Team eingesetzt wurde, misst mittlerweile 2,02 Meter. «Er kann der kommende Mann in der Schweiz werden», sagt Laubi. Vielleicht wird Aebersold ja dereinst der Leader eines Schlieremer Männerteams in der NLA sein. Ein solches gab es seit mittlerweile zehn Jahren nicht mehr.

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