Curling
Die Schweiz ist Curling Mixed-Europameister

Das Team um Skip Thomas Lips holt an den Curling-Mixed-Europameisterschaften in Dänemark Gold. Er hat damit eingelöst, was er vor einer Woche versprochen hat und bei nicht wenigen Kopfschütteln auslöste.

christoph merki, kopenhagen
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Martin Rios, Manuela Netzer-Kormann und Thomas Lips kamen mit Präzision und der richtigen Einstellung zu Ziel

Martin Rios, Manuela Netzer-Kormann und Thomas Lips kamen mit Präzision und der richtigen Einstellung zu Ziel

Merki

Angesagt zehn, gewonnen zehn, Differenz null. Noch vor einer Woche hat die Voraussage von Thomas Lips bei nicht wenigen für Kopfschütteln gesorgt. Doch der erfahrene Curler hat allen gezeigt, dass mit dem Glauben an den Titelsieg alles möglich ist.

Nachdem sich die Schweizer in den Vorrundenspielen an den Curling Mixed Europameisterschaften in Kopenhagen ohne grosse Probleme gegen ihre Kontrahenten auf dem Eis durchsetzten konnten, trafen sie im Viertelfinal auf die Titelverteidiger aus Schottland. Als eigentlich vorgezogenes Finale mussten die Schweizer ihr bestes Curling spielen, um gegen Skip David Edwards und sein Team bestehen zu können. «Habt Freude auf dem Eis und geniesst das Spiel», munterte Lips seine Mitspieler noch vor dem ersten Stein auf. Diese Freude und der Spass am Curling selbst haben wohl sodann mitgeholfen, sich mit dem klaren Resultat von 7:2 für das Halbfinale zu qualifizieren. «Gegen Schottland spielten wir Curling vom Feinsten», lobte Lips nach dem Sieg sein ganzes Team.

Klarer Sieg im Finale

Bemüht, nach aussen keinerlei Nervosität zu zeigen, war es wohl das Halbfinale, welches Thomas Lips doch nicht ganz ruhig liess. Die Gastgeber aus Dänemark konnten jedoch dem Schweizer Angriff auf die Goldmedaille nichts entgegensetzen und mussten sich schliesslich mit 6:3 geschlagen geben.

Auch im Finale gegen Deutschland liessen die helvetischen Curler nichts anbrennen, wohl auch dank der guten Taktik von Skip Lips. Nach zwei gestohlenen Steinen im dritten End und drei geschriebenen im fünften war die Vorentscheidung gefallen. Mit einem Schlussresultat von 9:3 konnte Lips mit Manuela Netzer-Kormann (Lead), Martin Rios (Second) und Manuela Siegrist (Third) den Europameisterpokal entgegennehmen.

Mit dem Titelgewinn einen Rekord aufgestellt

Gleichzeitig mit dem Titelgewinn hat Thomas Lips noch einen Rekord aufgestellt. «Ich habe nun auf allen Positionen an einer Europameisterschaft mindestens das Halbfinale erreicht», erklärte er. «Dank meinen Teamkameraden musste ich gar nicht viele schwierige Steine spielen», gab er sich noch vor der Rangverkündigung bescheiden. War es jedoch nötig, dass er mit seinen Steinen die Punkte sicherte, spielte Lips routiniert sicher und liess die Steine am richtigen Ort liegen bleiben. «Man sieht, was alles möglich ist, wenn man daran glaubt und überzeugt ist», fasste Lips mit der Goldmedaille in den Händen die Europameisterschaften zusammen.

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