Fussball NLB Frauen
Die Schlieremerinnen werden zurückgeworfen – 0:2-Niederlage gegen Worb

Die Frauen des FC Schlieren unterliegen den Femina Kickers Worb im Spitzenkampf mit 0:2. Damit bleibt der FC Schlieren auf Rang vier in der Tabelle.

Michel Sutter
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Der Sturmlauf von Sandra Schürmann (rechts, hier gegen Aline Guillet) und den Schlieremerinnen änderte nichts an der 0:2-Niederlage.

Der Sturmlauf von Sandra Schürmann (rechts, hier gegen Aline Guillet) und den Schlieremerinnen änderte nichts an der 0:2-Niederlage.

Michel Sutter

Die Gefühlslage bei den Schlieremerinnen war eindeutig am Samstagabend. «Ich bin ziemlich sauer auf mich selbst», meinte Captain Patrizia Dreyer nach dem Schlusspfiff in der Partie zwischen Schlieren und den Femina Kickers Worb. «Ich hatte drei Torchancen, aber keine davon nutzen können.»

Zwei von Dreyers vergebenen Torchancen waren hochkarätig. Bei ihrer ersten Möglichkeit in der 13. Minute drang Dreyer in den Strafraum der Worberinnen vor und zog ab, ihr Ball landete aber in den Armen von Worbs Torhüterin Carmen Baumann. Bei ihrer zweiten Gelegenheit nach etwas mehr als 20 Minuten setzte Dreyer Ball aus aussichtsreicher Position knapp über die Latte. Es war zu diesem Zeitpunkt die beste Chance in dieser Partie gewesen.

Dann allerdings kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Nach einer halben Stunde feuerte Aline Guillet so etwas wie einen Warnschuss ab – der Ball flog knapp am Pfosten vorbei. Und nur vier Minuten später waren die Worberinnen ein erstes Mal erfolgreich, als Martina Frey eine hohe Flanke in den Strafraum zum 1:0 für die Gäste verwerten konnte. Die Schlieremer Verteidigung sah in dieser Szene alles andere als souverän aus. «Da haben wir uns taktisch völlig falsch verhalten», kritisierte Schlierens Trainer Robert Tonic.

Die Schlieremerin Münever Akyol (links) dribbelt mit dem Ball an Carina Bazzi vorbei.
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Die Schlieremerin Münever Akyol (rechts) schüttelt Nina Schneider ab.
Die Schlieremerin Delia Bonito (rechts) zeigt gegen Andrea Michel vollen Einsatz.
Andrea Michel (Mitte) im Laufduell mit den Schlieremerinnen Seraina Küng (rechts) und Patrizia Dreyer (links).

Die Schlieremerin Münever Akyol (links) dribbelt mit dem Ball an Carina Bazzi vorbei.

Michel Sutter

In der zweiten Halbzeit sorgten die Schlieremerinnen wiederum nach zwölf Minuten für erste Torgefahr, doch Laura Beständigs Ball ging knapp vorbei. Kurz darauf folgte die Reaktion der Worberinnen: Ein Freistoss von der Strafraumgrenze landete bei Carina Bazzi, die zum 2:0 für die Gäste traf. «Die Worberinnen standen in dieser Szene ideal», meinte Tonic. «Wir hingegen haben nicht aufgepasst.»

Der Zwei-Tore-Rückstand schien die Schlieremerinnen allerdings einen zusätzlichen Schub zu verleihen. Sie erspielten sich nun einige gute Torchancen, allen voran Ramona Miotti, die den Ball dreimal mittels Standardsituationen aufs gegnerische Gehäuse schoss, davon ein Eckball, den sie direkt aufs Tor zirkelte. Doch der Anschlusstreffer gelang den Schlieremerinnen nicht, und so mussten sie am Ende ihres ersten Heimspiels in der Rückrunde als Verliererinnen vom Platz.

Aufstiegsspiele wohl verpasst

«Wenigstens haben wir im Gegensatz zum ersten Spiel im Genf, das 0:0 endete, Torchancen kreiert», meinte Dreyer. Und auch Tonic konnte der Niederlage etwas Positives abgewinnen: «Wir haben ein gutes Spiel gezeigt.» Gleichzeitig räumte er ein, dass die Chancen auf die Aufstiegsspiele mit der Pleite gegen Worb deutlich gesunken waren. Schliesslich haben die Schlieremerinnen auf Rang 2, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt und auf dem momentan die Worberinnen stehen, bereits neun Punkte Rückstand.

Zwar haben sie eine Partie weniger ausgetragen als Worb, doch es bleiben ihnen nur noch sechs Begegnungen, um auf einen der beiden vorderen Plätze vorzustossen, wobei Leader Aarau auf die Limmattalerinnen bereits 14 Punkte Vorsprung hat. «Ich glaube, Aarau und Worb sind zu stark, als dass sie jetzt noch so viele Punkte liegen lassen würden», meinte Tonic.

Kommt hinzu, dass Tonics Team noch immer mit Verletzungspech zu kämpfen hat. So fallen Toptorjägerin Sanja Mijovic und Nathalie Straub bis Sommer aus, und Neuzugang Noelle Leary hat sich ebenfalls schon verletzt. «Wir haben zu wenig Spielerinnen im Kader», bemängelte Tonic.

Doch alles Lamentieren nützt nichts. Am Mittwoch geht es bereits weiter gegen Therwil, den Tabellensiebten, der nur zwei Punkte Rückstand hat auf Schlieren. «Es ist gut, dass wir am Mittwoch schon wieder spielen», sagte Dreyer. So könne man die Niederlage gegen Worb besser verdauen.