Faustball
Die Schlieremerinnen beschliessen die erste Heimrunde mit zwei Punkten

Für die ärgerliche Niederlage gegen Jona (2:3) rächten sich die Limmattalerinnen mit einem 3:0-Erfolg gegen Diepoldsau. Das Team um Captain Simone Eicher ist damit weiterhin auf Finalrundenkurs.

Yanick Baur
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Impressionen von den Faustballerinnen Schlieren
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Michelle Fedier schlägt zu.
Captain Simone Eicher in der Abwehr.
Melissa Steiner mit vollem Einsatz.

Impressionen von den Faustballerinnen Schlieren

Alexander Wagner

«Hopp Schlieren! Der nächste Punkt ist unser!», wurde gestern auf dem Sportplatz Unterrohr geschrien. Nachdem die Gastgeberinnen in der ersten Runde gegen Embrach verloren und gegen Rebstein gewonnen hatte, traten sie dieses Mal in der zweiten Runde gegen Jona und Diepoldsau an. Das erste Match gegen endete mit einer knappen Niederlage für die Limmattalerinnen. Diese konnten sie wieder ausbalancieren mit dem Sieg in der darauf folgenden Partie gegen Diepoldsau.

Lücken in der Verteidigung
«Unsere Verteidigung war nicht auf demselben Stand unserer Gegnerinnen, das kostete uns den Sieg», kritisierte der Teamcaptain Simone Eicher die erste Begegnung. In dieser lieferten sich Jona und Schlieren ein spannendes Match. Der fünfte und letzte Satz ging aus Sicht von Eicher und Co. mit 7:11 verloren, womit die Partie 2:3 verloren ging. Das Team blieb aber trotzdem motiviert und willensstark für das nächste Spiel.

Dieses folgte nach einer kurzen Pause gegen Diepoldsau. Diese Begegnung verlief wesentlich besser als gegen Jona. Nach drei kurzen, aber spannenden Sätzen verliess Schlieren das Feld als stolzer Sieger. «Diepoldsau war besser als wir erwartet hatten und spielte äusserst clever», fand Eicher anerkennende Worte für den Gegner. Auf die Frage, welche Stärken ihr Team grundsätzliche auszeichnet, antwortete sie: «Obwohl wir inkonstant spielen und wir uns das Leben mit dummen, unnötigen Fehlern manchmal selber schwer machen, kämpfen wir bis zum Schluss.»

Der grosse Wille des Teams war tatsächlich ersichtlich. Trotz starkem Regen, eisigem Wind und Rückstand waren die Schlieremer nicht klein zu kriegen. Die gesamte Zeit feuerten sie sich durch Klatschen und Rufen selbst an. «Es war auch schön, auf eigenem Terrain spielen zu dürfen. Wir kennen den Boden und das Umfeld. Auch die Unterstützung unserer Fans war eine gern gesehene Motivation», führte Eicher aus.

Erneut anspruchsvolle Ziele
Nach den ersten zwei Runden steht der bereits achtmalige Schweizermeister Schlieren an dritter Stelle in der Tabelle mit vier Punkten. Jona und Embrach sind mit dem Maximum von acht Zählern davor. Das diesjährige Ziel der Mannschaft ist es, die Finalrunde der besten drei zu erreichen. Den nächsten Schritt dahin können sie am 9. Juni machen, wenn es - erneut zu Hause - gegen Embrach und Oberentfelden geht.