Fussball
Die Schlieremer Fussballerinnen verspielen eine weitere Chance

Die Schlieremer NLA-Fussballerinnen spielen in der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB gegen Thun nur 2:2. Nach einer starken ersten Halbzeit lockerten die Limmattalerinnen die Zügel und gaben das Spiel aus der Hand.

Maila Bermejo
Drucken
Teilen
Die Schlieremer Fussballerinnen schaffen gegen Thun nur ein Unentschieden
3 Bilder
Schlierens Romana Trajkovska (vorne) behauptet mit den Zehenspitzen den Ball (hinten rechts Isabelle Dreyer und links Margaux Kalberer)
Schlieren (Jessica Berger, hinten) gibt zweimal eine Führung preis.

Die Schlieremer Fussballerinnen schaffen gegen Thun nur ein Unentschieden

Maila Bermejo

«Uns hat die letzte Konsequenz gefehlt», analysierte Captain Isabelle Dreyer nach dem Spiel, «mit einem Sieg hätten wir einen Meilenstein setzen können. Nun bleibt es weiterhin spannend.» Ein bisschen zu spannend. Denn Schlieren ist nach dem Wochenende mit fünf Punkten aus vier Spielen wieder hinter Thun und Schwyz (je sieben Punkte) unter den Tabellenstrich gefallen und muss nächsten Sonntag gegen die unbequemen Innerschweizerinnen ran.

Zwei direkte Eckball-Tore

Dabei hätte das Spiel nicht besser beginnen können. Gleich in der dritten Minute gelang der Schlieremer Stürmerin Sanja Mijovic ein Paukenschlag: Mithilfe des Windes versenkte sie den Ball direkt vom Eckballpunkt aus im Tor der gegnerischen Keeperin. Ein Meisterstück, das der Thunerin Martina Frey kurz vor Abpfiff der Partie – wiederum unter kräftiger Mithilfe des Windes – ebenfalls gelingen sollte.

Die Freude über das 1:0 währte nur kurz: Schon in der neunten Minute glich Andrea Michel zum 1:1 aus. In der Folge entfremdeten sich die Schlieremer Stürmerinnen Mijovic und Nadine Baker zusehends vom Rest der Mannschaft. Sie bewegten sich zu wenig, standen auffällig oft im Offside, sprachen sich nicht ab und kamen den Bällen aus dem Mittelfeld nicht entgegen. Die Limmattalerinnen hätten in dieser Phase mehr herausholen können, da Thun immer noch nicht richtig in der Partie angekommen zu sein schien. Doch es brauchte eine individuelle Aktion, um Schlieren wieder in Führung zu bringen: Baker startete nach Zuspiel von Mijovic zum Sololauf und traf aus einem schier unglaublichen Winkel zum 2:1 (34.).

Nach der Pause wechselte FCS-Trainer Mircea Schaich Wirbelwind Münevver Akyol aus – ein Verlust, den die Mannschaft jeweils nur schwer verkraftet. So plätscherte die Partie minutenlang dahin, ohne dass die Gastgeberinnen das Heft wieder in die Hand nahmen. Dann setzte Schlieren wieder zu einer Druckphase an. Baker und Mijovic prüften gleich hintereinander Torhüterin Stäuble – ohne Erfolg. Das Auslassen dieser Möglichkeiten rächte sich in der 80. Minute, als die Thuner Mittelfeldspielerin Frey wie erwähnt direkt vom Eckball-Punkt traf. Baker hatte den Siegtreffer kurz vor Abpfiff noch auf dem Fuss, doch ihr Schuss misslang. So bleibt es weiterhin spannend. Vielleicht zu spannend.