Verleihung
Die Regionalsport- Oscars: And the winners are ...

Alles hat ein Ende, auch das Sportjahr 2013. Höchste Zeit, die regionalen Heldinnen und Helden zu küren. Die Jury hat entschieden – Diese fünf Sportler haben im Limmattal 2013 besonders positive Akzente gesetzt.

Drucken
Teilen
Die Regionalsport-Oscars: And the winners are...
6 Bilder
Leistung des Jahres Simon Koster (25, Segler) Einhändig über den Atlantik - der Oberengstringer hat es geschafft. In 23 Tagen, 11 Stunden und 18 Minuten bewältigt er die über 7000 Kilometer der Minitransat-Regatta von der französischen Bretagne nach Guadeloupe in der Karibik. Allein in einem 6.50 Meter langen Einhand-Segelboot hält Koster nicht nur durch, er beendet den prestigeträchtigen Wettkampf auf dem dritten Platz. Während der Überfahrt hat der von Trockenfutter ernährte Elektroniker mit Halluzinationen infolge Schlafmangels sowie Wind und Wetter zu kämpfen: Eine Welle zerstört einen Teil der Technik. Der ehemalige Schweizer Meister der 420er-Klasse hat seine ersten Erfahrungen auf dem Zürichsee gemacht, bevor er den Atlantik dreimal überquert hat - auf ungleich grösseren Booten.
Nicht zu halten: Raphael Guitton (rechts) führte Dietikon-Urdorf in Langenthal zum wichtigen Sieg. Marcel Bieri
Ottmar Hitzfeld gewinnt in der Kategorie «Comback des Jahres»
Kämpfer des Jahres Andi Wettstein (51, Fussballtrainer) Im Frühjahr muss der Assistenztrainer des FC Oetwil-Geroldswil (Foto: Mitte) um sein Leben bangen. Während des ersten Vorbereitungsspiels auf die Rückrunde hin klagt er über Unwohlsein, zu Hause erleidet er einen Herzinfarkt. Dank der schnelles Hilfe seiner Frau und seiner Tochter überlebt er, liegt allerdings zehn Tage lang im Koma. Weil sein Hirn eine Zeit lang nicht mit Sauerstoff versorgt wird, hat er grosse Erinnerungslücken, erkennt sogar seine Familie zunächst nicht wieder. DerOetwiler trainiert sein Hirn, hältdie unkontrollierbaren emotionalen Schwankungen aus - und verfolgt das erste Rückrundenspiel in Albisrieden als Zuschauer mit. Wenige Wochen später ist Wettstein wieder als Co-Trainer aktiv.
Aufsteiger des Jahres Suganthan Somasundaram (21, Sprinter) Der Albtraum der Platzspeaker und Ranglistenschreiber - zu allem Unglück wohnt er auch noch im buchstabenreichen Unterengstringen - ist der Limmattaler Lichtblick der Saison. Mit einer Bestzeit von 10,87 Sekunden über 100 Meter angetreten, legte er bis Ende Juni einen veritablen Steigerungslauf hin: 10,70 Sekunden in Frauenfeld, 10,62Sekunden in Nottwil. Damit verpasst er die Limite für die U23- Europameisterschaften nur um zwei Hundertstelsekunden. Internationale Erfahrung sammelt er dennoch dank des Starts an den Team-Europameisterschaften in Dublin. Als Fünfter der Saisonbestenliste bringt er sich für die Staffel an der Heim-EM 2014 ins Gespräch.

Die Regionalsport-Oscars: And the winners are...

Keystone
Aufsteiger des Jahres Suganthan Somasundaram (21, Sprinter) Der Albtraum der Platzspeaker und Ranglistenschreiber - zu allem Unglück wohnt er auch noch im buchstabenreichen Unterengstringen - ist der Limmattaler Lichtblick der Saison. Mit einer Bestzeit von 10,87 Sekunden über 100 Meter angetreten, legte er bis Ende Juni einen veritablen Steigerungslauf hin: 10,70 Sekunden in Frauenfeld, 10,62Sekunden in Nottwil. Damit verpasst er die Limite für die U23- Europameisterschaften nur um zwei Hundertstelsekunden. Internationale Erfahrung sammelt er dennoch dank des Starts an den Team-Europameisterschaften in Dublin. Als Fünfter der Saisonbestenliste bringt er sich für die Staffel an der Heim-EM 2014 ins Gespräch.

Aufsteiger des Jahres Suganthan Somasundaram (21, Sprinter) Der Albtraum der Platzspeaker und Ranglistenschreiber - zu allem Unglück wohnt er auch noch im buchstabenreichen Unterengstringen - ist der Limmattaler Lichtblick der Saison. Mit einer Bestzeit von 10,87 Sekunden über 100 Meter angetreten, legte er bis Ende Juni einen veritablen Steigerungslauf hin: 10,70 Sekunden in Frauenfeld, 10,62Sekunden in Nottwil. Damit verpasst er die Limite für die U23- Europameisterschaften nur um zwei Hundertstelsekunden. Internationale Erfahrung sammelt er dennoch dank des Starts an den Team-Europameisterschaften in Dublin. Als Fünfter der Saisonbestenliste bringt er sich für die Staffel an der Heim-EM 2014 ins Gespräch.

Manuel Stocker/zvg
Leistung des Jahres Simon Koster (25, Segler) Einhändig über den Atlantik - der Oberengstringer hat es geschafft. In 23 Tagen, 11 Stunden und 18 Minuten bewältigt er die über 7000 Kilometer der Minitransat-Regatta von der französischen Bretagne nach Guadeloupe in der Karibik. Allein in einem 6.50 Meter langen Einhand-Segelboot hält Koster nicht nur durch, er beendet den prestigeträchtigen Wettkampf auf dem dritten Platz. Während der Überfahrt hat der von Trockenfutter ernährte Elektroniker mit Halluzinationen infolge Schlafmangels sowie Wind und Wetter zu kämpfen: Eine Welle zerstört einen Teil der Technik. Der ehemalige Schweizer Meister der 420er-Klasse hat seine ersten Erfahrungen auf dem Zürichsee gemacht, bevor er den Atlantik dreimal überquert hat - auf ungleich grösseren Booten.

Leistung des Jahres Simon Koster (25, Segler) Einhändig über den Atlantik - der Oberengstringer hat es geschafft. In 23 Tagen, 11 Stunden und 18 Minuten bewältigt er die über 7000 Kilometer der Minitransat-Regatta von der französischen Bretagne nach Guadeloupe in der Karibik. Allein in einem 6.50 Meter langen Einhand-Segelboot hält Koster nicht nur durch, er beendet den prestigeträchtigen Wettkampf auf dem dritten Platz. Während der Überfahrt hat der von Trockenfutter ernährte Elektroniker mit Halluzinationen infolge Schlafmangels sowie Wind und Wetter zu kämpfen: Eine Welle zerstört einen Teil der Technik. Der ehemalige Schweizer Meister der 420er-Klasse hat seine ersten Erfahrungen auf dem Zürichsee gemacht, bevor er den Atlantik dreimal überquert hat - auf ungleich grösseren Booten.

Jacques Vapillon
Entertainer des Jahres Raphael Guitton (29, Handballer) Sein Wirken beim HC Dietikon-Urdorf währt zwar nur eine knappe Saison. Doch der Kreisläufer hat sich mit unterhaltsamen Auftritten auf und neben dem Feld in die Erinnerung eingebrannt. Nach dem Jahreswechsel wird aus dem Unzuverlässigen ein vorbildlicher Spieler: Mit seiner impulsiven Art reisst er das lethargische Team mit. In der Abstiegsrunde erzielt er in fünf Matches 45 Treffer und sichert dem HCDU damit den Verbleib in der 1. Liga. Nach seinem Wechsel nach Horgen gibt der Versicherungsberater ein bemerkenswertes Interview, in dem er seine tiefe Spiritualität verrät und Aufnahmen wie die hier rechts anregt, die ihn in einer brasilianischen Meditationsspirale zeigen.

Entertainer des Jahres Raphael Guitton (29, Handballer) Sein Wirken beim HC Dietikon-Urdorf währt zwar nur eine knappe Saison. Doch der Kreisläufer hat sich mit unterhaltsamen Auftritten auf und neben dem Feld in die Erinnerung eingebrannt. Nach dem Jahreswechsel wird aus dem Unzuverlässigen ein vorbildlicher Spieler: Mit seiner impulsiven Art reisst er das lethargische Team mit. In der Abstiegsrunde erzielt er in fünf Matches 45 Treffer und sichert dem HCDU damit den Verbleib in der 1. Liga. Nach seinem Wechsel nach Horgen gibt der Versicherungsberater ein bemerkenswertes Interview, in dem er seine tiefe Spiritualität verrät und Aufnahmen wie die hier rechts anregt, die ihn in einer brasilianischen Meditationsspirale zeigen.

Marcel Bieri
Comeback des Jahres Ottmar Hitzfeld (64, Fussballtrainer) Es ist eine Rückkehr im örtlichen Sinne: Der Schweizer Nationaltrainer gastiert in Uitikon in der Gemeinde, in der er von 1989 bis 1991 als Trainer der Grasshoppers wohnte. Auf der Sportanlage Sürenloh trainiert Hitzfeld ein Team von 16 ausgewählten Junioren des FCUi, der dank eines gewonnenen Wettbewerbs zu dieser einmaligen Gelegenheit kam: Unter 1900 Einsendungen sind die Uitiker ausgelost worden. Die Anspannung bei den Limmattalern ist gross, der Grandseigneur durchbricht diese mit einem souveränen «Ich bin der Ottmar» zur Vorstellung. Mit Hitzfeld sind Nationalteam-Assistenztrainer Michel Pont sowie -Torhütertrainer Patrick Foletti zugegen.

Comeback des Jahres Ottmar Hitzfeld (64, Fussballtrainer) Es ist eine Rückkehr im örtlichen Sinne: Der Schweizer Nationaltrainer gastiert in Uitikon in der Gemeinde, in der er von 1989 bis 1991 als Trainer der Grasshoppers wohnte. Auf der Sportanlage Sürenloh trainiert Hitzfeld ein Team von 16 ausgewählten Junioren des FCUi, der dank eines gewonnenen Wettbewerbs zu dieser einmaligen Gelegenheit kam: Unter 1900 Einsendungen sind die Uitiker ausgelost worden. Die Anspannung bei den Limmattalern ist gross, der Grandseigneur durchbricht diese mit einem souveränen «Ich bin der Ottmar» zur Vorstellung. Mit Hitzfeld sind Nationalteam-Assistenztrainer Michel Pont sowie -Torhütertrainer Patrick Foletti zugegen.

Keystone
Kämpfer des Jahres Andi Wettstein (51, Fussballtrainer) Im Frühjahr muss der Assistenztrainer des FC Oetwil-Geroldswil (Foto: Mitte) um sein Leben bangen. Während des ersten Vorbereitungsspiels auf die Rückrunde hin klagt er über Unwohlsein, zu Hause erleidet er einen Herzinfarkt. Dank der schnelles Hilfe seiner Frau und seiner Tochter überlebt er, liegt allerdings zehn Tage lang im Koma. Weil sein Hirn eine Zeit lang nicht mit Sauerstoff versorgt wird, hat er grosse Erinnerungslücken, erkennt sogar seine Familie zunächst nicht wieder. DerOetwiler trainiert sein Hirn, hältdie unkontrollierbaren emotionalen Schwankungen aus - und verfolgt das erste Rückrundenspiel in Albisrieden als Zuschauer mit. Wenige Wochen später ist Wettstein wieder als Co-Trainer aktiv.

Kämpfer des Jahres Andi Wettstein (51, Fussballtrainer) Im Frühjahr muss der Assistenztrainer des FC Oetwil-Geroldswil (Foto: Mitte) um sein Leben bangen. Während des ersten Vorbereitungsspiels auf die Rückrunde hin klagt er über Unwohlsein, zu Hause erleidet er einen Herzinfarkt. Dank der schnelles Hilfe seiner Frau und seiner Tochter überlebt er, liegt allerdings zehn Tage lang im Koma. Weil sein Hirn eine Zeit lang nicht mit Sauerstoff versorgt wird, hat er grosse Erinnerungslücken, erkennt sogar seine Familie zunächst nicht wieder. DerOetwiler trainiert sein Hirn, hältdie unkontrollierbaren emotionalen Schwankungen aus - und verfolgt das erste Rückrundenspiel in Albisrieden als Zuschauer mit. Wenige Wochen später ist Wettstein wieder als Co-Trainer aktiv.

Raphael Biermayr