Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen in der Partie zwischen Unihockey Limmattal und dem UHC Biel-Seeland. 2:4 stand es aus Sicht der Limmattaler, als Biel einen Penalty verwandelte. Da wurde es plötzlich hektisch: Lorenz Kern und Luca Hänni, das Trainergespann der U18-Mannschaft der Gastgeber in der Urdorfer Zentrumshalle, stürmten aufs Feld und protestierten lautstark bei den beiden Schiedsrichterinnen. Doch es nützte nichts. Das Tor wurde gegeben. Die Bieler gewannen schliesslich mit 5:2.

«Ich bin der Meinung, dass der Ball vom Stürmer ein zweites Mal berührt worden war, nachdem ihn unser Torhüter schon abgewehrt hatte», erklärte Kern nach der Partie, «dann hätte der Treffer nicht zählen dürfen.» Und dass er selbst beim Stand von 2:4 vor dem Penalty so vehement gegen ein weiteres Gegentor protestierte, hatte seinen guten Grund: Wäre das Tor nämlich annulliert worden und hätte Limmattal seinerseits noch einen Treffer erzielt, hätte Kerns Mannschaft exakt gleich viele Punkte und Tore erzielt wie die Vipers InnerSchwyz, die gegen Biel mit 3:4 verloren und gegen die Hausherren unentschieden gespielt hatten. Bei Gleichheit hätte ein Penaltyschiessen um den zweiten Gruppenrang entscheiden müssen. Der zweite Platz wiederum berechtigt dazu, die Partie um den letzten Platz in der B-Klasse zu bestreiten.
Ungeschlagenheitsserie gerissen

Alles nur Theorie. In der Praxis war Unihockey Limmattal mit nur einem Punkt aus dem Rennen um den Aufstieg draussen und belegte den dritten und letzten Platz in der Gruppe. «Unsere erste Niederlage nach 16 Spielen», bilanzierte Kern. «Das ist schon bitter.» Besonders, weil Unihockey Limmattal schon in der ersten Partie gegen die Vipers Pech gehabt hatte und 14 Sekunden vor Spielende noch den Ausgleich hinnehmen musste. Aber auch gegen Biel lagen die Limmattaler in Führung, und zwar schon in der 3. Minute, als Dario Küng zum 1:0 traf. Bis zur Spielhälfte – die Partien dieser Spielklasse dauern zweimal 20 Minuten – stand es immerhin 2:2.

Der eine Punkt hätte Limmattal zumindest für die Partie um den Aufstieg gereicht – der Gruppensieger stieg direkt auf. Doch Trainer Lorenz Kern mochte sich nicht gross darüber ärgern. «Wir haben auch gute Erinnerungen an diesen Anlass», sagte er. «Zum Beispiel sind sehr viele Zuschauer in die Zentrumshalle gekommen, das hat uns gefreut.» Und genau das werde auch in den Köpfen hängen bleiben: «Wir werden uns später, wenn wir wieder zusammenkommen, nicht an diese Niederlage erinnern, sondern an unseren tollen Teamspirit.»

Die C1-Junioren von Limmattal kämpften um den Regionalmeistertitel: Nach einer 9:15-Niederlage gegen Chur im kleinen Final wurden Sie undankbare Vierte.