Unihockey
Die Limmattaler stoppen den Abwärtstrend mit einem 7:5-Sieg

Beim Erfolg gegen Obersiggenthal in der 2. Liga zeigte sich UHL stark verbessert im Vergleich zu den Vorwochen. Zur Halbzeit war die Partie entschieden, womit das kleine Abstiegsgespenst vertrieben ist.

Stephan Pachlatko
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Impressionen vom 2.-Liga-Unihockeyspiel Limmattal - Obersiggenthal
6 Bilder
Luca Hänni wurde gefoult
Panorama in der Urdorfer Zentrumshalle
Nicolas Gitonga macht Dampf
Behar Spahija mit Schwung
Loris Keller behauptet den Ball

Impressionen vom 2.-Liga-Unihockeyspiel Limmattal - Obersiggenthal

Roland Jaus

Vor dem zweiten Vergleich mit Obersiggenthal gab es viele gute Gründe für Unihockey Limmattal, als Sieger vom Platz zu gehen: Erstens war Wiedergutmachung angesagt nach der Niederlage und dem «schlechtesten Startdrittel der jüngeren Unihockeygeschichte» (Coach Rico Polo) im Hinspiel.

Zweitens befand sich UHL spätestens seit der Niederlage gegen Deitingen am Rande des Abstiegskampfs. Drittens stand zum ersten Mal seit drei Spielen und drei Niederlagen das selbst ernannte «Anti-Maskottchen» Damian Püntener nicht als verletzungsbedingter Betreuer an der Bande («Mit mir als Betreuer habt ihr nur verloren»).

Rückstand trotz Druck

Limmattal startete konzentriert und engagiert in die Partie und hatte mehr Spielanteile gegen die sich stark zurückziehenden Gäste. Dennoch waren auch sie gefährlich durch ihre schnell und geschickt ausgeführten Konter. Nach sechs Minuten nutzte Obersiggenthal einen schlechten Limmattaler Wechsel aus und erzielte etwas gegen den Spielverlauf das erste Tor.

Doch Limmattal blieb konzentriert und lenkte noch vor der Pause die Begegnung in gewünschte Bahnen: Hänni und Gitonga trafen. Der Start des zweiten Drittels war etwas vom Besten des Teams in der laufenden Saison. Man spielte konzentriert, engagiert, kämpferisch und entfesselt. So erhöhten die Gastgeber das Skore bis zur 26. Minute kontinuierlich auf 6:1.

Auch defensiv überzeugend

Die Obersiggenthaler spielten in dieser Phase sicherlich unter ihrem Niveau und erhöhten in der Folge den Druck spürbar, um nochmals ins Spiel zu finden. Es folgte eine lange Aargauer Druckphase, in welcher Torhüter Hostettler unter Dauerbeschuss stand.

Ein Torerfolg war Obersiggenthal erst beschieden, als Limmattal eine 2-Minuten-Strafe (entgegen der Gewohnheit die erste erst nach 35 Minuten) kassierte. Doch zurück von der Strafbank konnte der bestens aufgelegte Gitonga umgehend wieder den 5-Tore-Vorsprung herstellen.

Entscheidung mit dem siebten Tor

Das 7:2 entschied die Begegnung. Hätten die Obersiggenthaler mehr aus ihrer Druckphase gemacht, wäre es nochmals spannend geworden. Zwar spielte Limmattal in der Folge etwas zu passiv und nicht mehr so überzeugend wie zu Beginn des Spiels. Doch ins Gewicht fiel das nicht mehr.

Ein Time-out weckte die nach wie vor auf einem Polster von drei Toren ruhenden Limmattaler. Erst eine Minute vor Schluss in Überzahl gelang den Obersiggenthalern nochmals ein Treffer zum Endstand von 7:5.

Fazit: Aus Limmattaler Sicht hätte man die Partie gerne eleganter über die Runden gebracht. Doch entscheidend war der Sieg. Der eingangs erwähnte Abstiegskampf ist somit erst einmal abgewendet, die Limmattaler befinden sich wieder im grossen Mittelfeld.

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