UHL reiste mit acht Feldspielern und einem Torhüter an, wohingegen die Gastgeber mit drei Blöcken aus dem Vollen schöpfen konnte. Die Gewinnwahrscheinlichkeit für Limmattal lag damit für den erfahrenen Prognostiker nicht höher als 15 Prozent.

Es gibt viele Geschichten aus der Sportwelt von «aussichtslosen Missionen», die dann aber durch heroischen Einsatz in fabelhafte Siege für den vermeintlichen Underdog mündeten. Doch dies bedingt eine verschworene, durchtrainierte und bis zum Letzten bereite Truppe, was Limmattal momentan nicht darstellt.

Vor allem im zweiten Punkt hapert es. So nahm man das Wort «Pause» wörtlich und reduzierte den Trainingsbetrieb auf Sparflammenniveau. Dies nicht ganz freiwillig: Wie will man denn trainieren, wenn von den acht Spielern noch zusätzlich ein paar in den Ferien weilen und der eine oder andere noch ein Wehwehchen zu kurieren hat?

Es kamen noch weitere ungünstige Vorzeichen dazu, unter anderen, dass Trainer Rico Polo aufgrund eines kurzfristigen Schiedsrichter-Einsatzes nicht an der Bande stehen konnte. Er wurde vom verletzten Captain Damian Püntener vertreten.

Weit weg von einer Überraschung

Gerne würde der Reporter nun hier von einer Sensation berichten. Doch die Statistik behielt recht. Alle Sprüche («Wir haben keine Chance, nutzen wir sie» oder «Wir können nur gewinnen») blieben Sprüche. Auch psychologische Kniffe - die halbe Mannschaft wurde als Spielertrainer aufgeführt, um so ein volleres Matchblatt und einen kompetenten Trainerstaff vorzutäuschen - fruchteten nichts.

Limmattal ging letztlich mit dem Resultat von 2:10 unter. Langenthal spielte sein Spiel konsequent und konzentriert durch und erhöhte in Rhythmus das Skore. Zwar bemühte sich Limmattal mitzuspielen, und konnte auch da und dort Nadelstiche setzen, doch bissen sie sich die Zähne am starken Goalie aus.

Gitonga wird doppelt bestraft

Einzig Kern mit einem schönen Weitschuss zum Zwischenzeitlichen 1:1 und Gitonga zum Endresultat konnten den gegnerischen Torhüter bezwingen. Der von Beginn weg unter einem schlechten Stern stehenden Ausflug krönten die Unparteiischen: Als Gitonga 40 Sekunden vor Schluss seinen Treffer und die Tatsache, dass der Torhüter doch noch einen seiner Schüsse passieren liess, überaus frenetisch bejubelte, fanden das die Schiris gar nicht lustig. Sie verhängen eine Zwei- plus Zehn-Minuten-Strafe gegen den Torschützen.

In den letzten drei Saisonspielen geht es für die Limmattaler noch darum, die theoretische Gefahr abzuwehren, auf einen Abstiegsplatz zu fallen.