Unihockey
Die Limmattaler haben den «Dreier» knapp verpasst

Unihockey Limmattal verliert in der 2.-Liga-Meisterschaft gegen Bremgarten 6:7 nach Verlängerung. Der Start gelang den Limmattalern dank dem Weitschuss von Captain Damian Prüntener gut. Danach verlor das Team jedoch die taktische Orientierung.

Stephan Pachlatko
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Das Team von Coach Rico Polo unterliegt im dritten Spiel der Saison Bremgarten nur knapp mit 6:7. Otto Lüscher

Das Team von Coach Rico Polo unterliegt im dritten Spiel der Saison Bremgarten nur knapp mit 6:7. Otto Lüscher

Zum dritten Spiel der Saison mussten die Limmattaler auswärts zum «Mutschellenderby» gegen den momentanen Tabellenleader Bremgarten antreten. Ziel der Limmattaler war den ersten «Dreier» heimzuholen und Anschluss an die vordere Tabellengruppe zu finden. Der Start gelang den Limmattalern nicht schlecht: Captain Damian Püntener eröffnete nach nur einer Minute mit einem Weitschuss auf Zuspiel von Nicolea Gitonga das Skore.

Weniger diszipliniert gespielt

Jedoch verlor Limmattal kurz darauf die taktische Orientierung und spielte weniger diszipliniert. Der Start gegen Bremgarten war somit ähnlich wie die Spiele zuvor, Limmattal hatte mehr Spielanteile, war aber nicht zwingend genug im Abschluss. Das Drittel endete 1:2 und es war das dritte Mal, dass die Limmattaler das Startdrittel verloren.

Es passierte nicht viel im zweiten Drittel, beide Mannschaften schossen je ein Tor, zudem sprachen die Schiedsrichter die einzige Limmattaler Strafe des Spiels aus, die unbeschadet überstanden wurde.

Angriffsbemühungen unbelohnt

Der Start ins letzte Drittel gelang den Limmattalern schlecht und sie kassierten schon nach weniger als zwei Minuten den vierten Gegentreffer. Limmattals Angriffsbemühungen wollten nicht gelingen, irgendetwas fehlte. Wie in den letzten zwei Spielen musste auch dieses Mal ein Drei-Tore-Rückstand her (das 2:5 fiel in der 51. Minute), bis Limmattal die Aufholjagd einläutete. Zuerst schoss Hänni ein zum 3:5 in der 55. Minute, dann nahm Coach Rico Polo den Torhüter raus. Gitonga auf Pass von Hänni und Meier mit einem präzisen Weitschuss vollendeten die Jagd mit drei Toren in nur zwei Minuten.

Eberle mit Hammerschuss

Doch Bremgarten bewies exzellente Skorerqualitäten und schaffte es den Ball keine 30 Sekunden nach dem Ausgleich so vor das Tor zu spielen, dass der Bremgartner Flügel den Ball ins hohe Eck hauen konnte. Wer nun glaubte die Limmattaler Aufholjagd war für die Füchse, machte die Rechnung ohne Fabian Eberle, der den Ball zwei Minuten vor Spielschluss mit einem Hammer ins Lattenkreuz haute. Limmattal war zu diesem Zeitpunkt ein Mann mehr auf dem Feld aufgrund einer gegnerischen Strafe. Es blieb beim 6:6 – die Verlängerung musste entscheiden.

Verlängerung entschied Partie

Zwar war das Momentum voll auf Limmattaler Seite, doch waren es die Bremgartner, die ein schlechtes Limmattaler Verteidigungsverhalten ausnutzen konnten und nach zwei Minuten das Spiel für sich entscheiden konnten. Fazit: Limmattal bewies einmal mehr Charakter nach einem Drei-Tore-Rückstand und kämpfte sich nochmals ins Spiel zurück. Idealerweise sollte die Anzeigetafel im nächsten Heimspiel schon zu Beginn ein 0:3 anzeigen, denn Limmattal gewann bis jetzt immer ab dem Zeitpunkt, ab welchem es drei Tore im Rückstand lag.

Punkt gutgeschrieben

Insgesamt war es für den Verein ein erfolgreiches Wochenende. Die U21 gewann 10:5 gegen Embrach, die U18 steht an der Tabellenspitze nach 5:0 gegen Waldenburg und Unentschieden gegen Mittelland Unihockey. Die Erst-Liga-Frauen konnten sich den ersten Punkt gutschreiben lassen.