Eishockey
Die Limmattal Wings motzen sich fast um Kopf und Kragen

Nach einer 5:2-Führung geben die Wings die 3.-Liga-Partie gegen Engelberg aus der Hand, gewinnen aber noch im Penaltyschiessen. Schuld waren nach Ansicht der Gastgeber einmal mehr die Referees.

Raphael Biermayr
Drucken
Teilen
Am Ende jubeln die Wings doch über zwei Punkte.

Am Ende jubeln die Wings doch über zwei Punkte.

bier

Die Wings stellten die Referees im Match gegen Engelberg vor Herausforderungen, versuchten sie mit ständigen Kommentaren zu beeinflussen, was sich nicht selten nachteilig auswirkt.

Zum Beispiel Jürg Dietiker. Er kassierte wegen Reklamierens zunächst eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Weiter plärrend und sinnlos die Aufmerksamkeit der Schiedsrichter auf sich lenkend - er wollte darauf hinweisen, dass der neben ihm auf der Strafbank sitzende Florian Schicker (leicht) blutete -, erhielt er zunächst eine zweite Zehn-Minuten-Strafe und schliesslich eine Matchstrafe.

Das ist nach dem Regelbuch zulässig, wo es unter anderem heisst, dass mit einer solchen Strafe belegt werden kann, wer «den geordneten Spielverlauf beeinträchtigt, verspottet oder lächerlich macht».

Eine 5:2-Führung verspielt

Da eine Matchstrafe automatisch einen fünfminütigen Ausschluss nach sich zieht, waren die Wings in der 29. Minute einmal mehr in Unterzahl.

Es war die Situation, die die Partie zum Kippen brachte: Engelberg erzielte wenig später seinen dritten Treffer zum 5:3. Die Wings hatten im ersten Drittel, in dem im Gegensatz zum zweiten mehrheitlich Eishockey gespielt worden war, mit sehr viel Glück und einer fast schon unverschämten Effizienz im Angriff eine 4:2-Führung erzielt.

Als der eigentliche 4.-Liga-Spieler Benjamin Zimmermann das 5:2 erzielte, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch nach besagtem dritten Gegentreffer gaben die Wings die Kontrolle ab.

Kurz nach Beginn des dritten Abschnitts erzielten die Gäste den Anschlusstreffer in Unterzahl. Nur fünf Sekunden später langte der an diesem Abend schwache Wings-Keeper Sandro Fischer daneben - 5:5.

Er fischte auch beim 5:6 im Trüben (50.), wonach die Zeichen auf eine Niederlage der Wings standen. Doch Zimmermann erzielte wenig später den Ausgleich mit einem wohl irregulären Treffer, weil Schicker in Goalie Bregy gerutscht war.

Frei verhält sich überragend

Im siegreichen Penaltyschiessen krönte Wings-Topskorer Michael Frei seinen grossen Abend (vier Skorerpunkte im Spiel) mit zwei Treffern. Sein persönlicher Erfolg kam nicht von ungefähr: Frei bewahrte immer kühlen Kopf und konzentrierte sich auf das Wesentliche.

Aktuelle Nachrichten