Eishockey
Die Limmattal Wings enttäuschen im Heimspiel gegen Illnau-Effretikon

Die 3.-Liga-Eishockeyaner der Limmattal Wings verlieren nach zwei Siegen in Folge gegen Illnau-Effretikon klar mit 1:7. Das Verletzungspech und die harmlose Offensive waren die Hauptgründe für diese deutliche Niederlage.

Beat Hager
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Die Wings konnten sich nicht gegen die starken Gäste wehren.

Die Wings konnten sich nicht gegen die starken Gäste wehren.

Otto Lüscher

Im Heimspiel gegen das ambitionierte Illnau-Effretikon war Wings-Trainer Mike Weiss wahrlich nicht zu beneiden. Nachdem sich in der letzten Partie Routinier Cyrill Hruby den Daumen gebrochen hat und noch bis im Januar ausfallen dürfte, war der Kader für die Partie gegen die Zürcher Oberländer sehr knapp. Obwohl angeschlagen, stieg Reto Schneider in die Hosen, darüber hinaus half Marc Eigensatz aus der zweiten Mannschaft im Fanionteam aus. Die wenigen Zuschauer sahen von Beginn weg einen spielbestimmenden Gast, welche die Wings unter Druck setzten. Keine zwei Minuten waren gespielt, ehe Illnau bereits in Front lag. Eine Powerplay-Situation nutzten die Gäste in der 12. Minute zum zweiten Treffer aus.

Nach 23 Minuten war die Partie entschieden

61 Sekunden später durften die Einheimischen wieder hoffen, als Verteidiger Tobias Hug mit seinem ersten Saisontor für den Anschlusstreffer besorgt war. Doch die Gäste liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und kombinierten weiter. Der Lohn waren weitere Treffer und mit dem 1:4 nach 23 Minuten war diese Partie schon entschieden. Angetrieben von Topskorer Martin Markus sowie Sturmpartner Mathys Kappeler spielten die Gäste gut organisiert auf, während auf der Gegenseite die Offensive der Wings harmlos agierte und klar unter den Erwartungen blieb.

Mit 1:6 gingen die beiden Teams in die zweite Pause, das Schlussdrittel wurde nur noch Pflichtaufgabe. Immerhin darf den Wings attestiert werden, dass sie trotz des klaren Rückstands bis zuletzt tapfer kämpften. Dennoch resultierte aber eine klare 1:7-Niederlage. Bitter war vor allem: Das Verletzungspech fand seine Fortsetzung. In den Schlussminuten verdrehte sich Eigensatz ohne Fremdeinwirkung sein linkes Knie und wurde zwecks Untersuchung ins Spital Limmattal gebracht.

«Die Illnauer waren der erwartet starke und abgeklärte Gegner, sie waren uns immer einen Schritt voraus. Unsere Reaktion kam erst im letzten Drittel, was natürlich zu spät war», zeigte sich Trainer Mike Weiss enttäuscht. Sorgen bereiten dem Coach auch der Besuch der Trainingseinheiten: «Der gegenwärtige Trainingsbesuch mit nur neun Spielern aufgrund diverser Absenzen ist ungenügend».