Handball
Die Lage wird langsam ungemütlich: Dietikon-Urdorf unterliegt GC Amicitia

Die 20:26-Niederlage des HC Dietikon-Urdorf gegen die Zürcher war verdient. Vor allem aufgrund der zweiten Hälfte, in der die Limmattaler keine Chance mehr hatten, das 1.-Liga-Spiel zu ihren Gunsten zu wenden.

Michel Sutter
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Bestrafte mit seiner Tätlichkeit sich und sein Team: Philipp Wallisch (l.).

Bestrafte mit seiner Tätlichkeit sich und sein Team: Philipp Wallisch (l.).

Der psychologische Knackpunkt in der Partie war wohl der Platzverweis gegen Philipp Wallisch drei Minuten vor der Halbzeitpause. Wallisch war von seinem Gegenspieler Bonvin zweimal festgehalten worden. In der Rückwärtsbewegung revanchierte er sich mit einem Ellbogenschlag in Bonvins Gesicht. Eine dumme Aktion, mit der Wallisch sich und sein Team gleich selber bestrafte, da er überdies auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam.

Hinzu kam, dass sich bei Bruggmanns Schützlingen vermehrt Zuspielfehler einschlichen. Und im Abschluss sündigten sie in der zweiten Hälfte deutlich mehr als noch im ersten Durchgang. So vergaben die Limmattaler in der Person von Raphael Guitton zum Beispiel einen Siebenmeter, schossen wie Claude Bruggmann an den Pfosten und konnten auch zahlreiche Überzahlsituationen nicht zu ihren Gunsten nutzen. GC Amicitia hingegen spielte die Partie ruhig zu Ende und brauchte nicht viel mehr zu tun, als den Vorsprung zu verwalten.

Dabei hatten die Limmattaler in der Zürcher Saalsporthalle vor etwa 50 Zuschauern stark begonnen. Bis zum 4:5 lagen sie stets in Führung. Danach wurden die Hausherren etwas stärker, konnten aber nicht entscheidend davonziehen. Bis eben zur zweiten Halbzeit.

Für Dietikon-Urdorf wird die Lage langsam, aber sicher ungemütlich. Zwar ist man noch über dem Strich, doch GC Amicitia ist nun vor den Limmattalern. Die Zürcher haben gleich viele Punkte, aber zwei Spiele weniger. Und Wetzikon hat nur noch fünf Punkte Abstand. Um die Zürcher Oberländer in Schach zu halten, muss am 9. Februar in Wetzikon unbedingt ein Sieg her.