Unihockey
Die Krise der Limmattaler ist über die ganze Saison gesehen relativ

Ausgerechnet in der entscheidenden Phase der 2.-Liga-Meisterschaft schlitterte Unihockey Limmattal in die sportliche Misere. Noch vier Runden vor Schluss lag die Mannschaft an der Tabellenspitze. Am Ende steht Rang vier – ein Erfolg.

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Lorenz Kern und die Limmattaler beschliessen die Saison auf Rang vier.

Lorenz Kern und die Limmattaler beschliessen die Saison auf Rang vier.

Limmattaler Zeitung

ie Teilnahme an den Aufstiegsspielen für die 1. Liga war damit schon vor der Heimpleite gegen Brugg nicht mehr möglich. So ging es im abschliessenden Spiel gegen das zweitplatzierte Schwarzenbach für die Limmattaler nur noch um die Sicherung des dritten Schlussrangs. Nicht nur, weil sich die Berner noch Hoffnungen auf Platz eins machen durften, war klar, dass UHL keine leichte Aufgabe bevorstand. Seit über vier Jahren glückte auswärts bei den Black Creeks kein Punktgewinn.

Und das Warten geht weiter. Die Limmattaler tauchten zum Saisonabschluss gegen den Tabellenzweiten mit 5:12 und schliesst die Saison mit vier Niederlagen in Serie ab. Weil Lenzburg seine Partie gegen die Reserven von Langenthal Aarwangen gleich mit 13:3 gewann, rutschen die Limmattaler im Schlussklassement aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gar noch auf Platz vier ab.

Zeichen der Ausgeglichenheit
Doch kann man den Absturz am Ende einfach mit dem Begriff «Krise» erklären? Oder ist der Fall auf den vierten Schlussrang vielmehr eine logische Korrektur aufgrund der ausgeglichenen Stärkeverhältnisse in der Gruppe, die sich nur aufgrund des Spielplans bis zum Ende der Qualifikation hinaus zögerte? Anzeichen für eine solche Korrektur der Limmattaler Rangierung gab es schon vorher. Einerseits vermochte UHL in der Defensive nur sehr selten restlos zu überzeugen. Im Durchschnitt kassierte die Mannschaft knapp sieben Gegentore. In dieser Statistik platziert sich UHL deutlich in der unteren Tabellenhälfte.

Andererseits ist es eine Tatsache, dass sich das Team mit häufigen Unkonzentriertheiten und Undiszipliniertheiten in manch einem Spiel selbst im Weg stand. Die vielen Gegentore direkt im Anschluss an eigene Torerfolge und die vielen - und häufig unnötigen – Strafen sind hierfür beste Beispiele. UHL konnte während der ganzen Saison nur dreimal einen Sieg mit mehr als vier Toren Unterschied feiern. Schwarzenbach beispielsweise gelang dies allein in den letzten sechs Begegnungen gleich fünfmal.

Trotz der Niederlagenserie zum Schluss und des vorzeitigen Abgangs von Trainer Lukas Kunz nach dem Match gegen Brugg machten die Limmattaler in der zu Ende gegangenen Saison aber auch vieles richtig. Insgesamt stand die neu zusammengestellte Equipe neun Runden an der Tabellenspitze. Mit elf Siegen in den ersten vierzehn Spielen hielt man die Konkurrenz lange Zeit in Schach.

Speziell erfolgreich gestalteten die Limmattaler den Start in die Rückrunde. Mit fünf Spielen ohne Punktverlust in Serie wurde das treue Limmattaler Heimpublikum von ihrem Team schon fast verwöhnt. Zudem bot das Team beinahe in jedem Spiel ordentlich Spektakel und damit beste Unterhaltung - auch wenn es am Ende nicht immer als Sieger vom Platz ging. Der vierte Schlussrang bedeutet darüber hinaus die beste Klassierung der Limmattaler in den letzten vier Jahren.

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