Eishockey
Die Katze ist aus dem Sack: Jürg Brügger ist neuer Urdorf-Trainer

Der Bündner kehrt auf die Urdorfer Weihermatt zurück, wo er einst in der 1. Liga spielte und von 2002 bis 2004 schon einmal als Trainer amtete. Sein Hauptaugenmerk liegt der Vorbereitung.

Raphael Biermayr
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2002: Jürg Brügger (links, mit Assistenztrainer Marco Pina) übernimmt den EHC Urdorf zum ersten Mal als Trainer.

2002: Jürg Brügger (links, mit Assistenztrainer Marco Pina) übernimmt den EHC Urdorf zum ersten Mal als Trainer.

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Jürg Brügger übernahm 2002 schon einmal den Posten als EHCU-Trainer. Er löste den überforderten Pascal Leuenberger ab und führte die Mannschaft zum Aufstieg in die 2. Liga. Unvergessen ist der entscheidende 7:2-Erfolg in Schaffhausen, als den Limmattalern binnen 23 Sekunden drei Shorthander gelangen.

Es sind diese positiven Emotionen, an die Jürg Brügger nun anknüpfen will. Aber es gibt auch noch jene zweite Saison damals, an die nur sehr eingeschränkt erinnert werden soll. Die Saison 2003/04 beendeten die Urdorfer als Absteiger mit 20 Niederlagen in 23 Spielen, darunter das Wahnsinnsresultat von 0:15 gegen Arosa. Positives gab es damals teamintern: die schier unglaubliche Leidensfähigkeit der Mannschaft und ihr grosser Zusammenhalt.

Diesen will Brügger bei der heutigen Ausgabe wieder spüren. «Die Mannschaft muss am gleichen Strick ziehen. Das Ziel muss sein, dass es wieder heisst, es ist geil, für den EHC Urdorf zu spielen. Es ist ein Traditionsverein. Mir liegt viel an diesem Klub und an den vielen Menschen, die ich noch von früher kenne und die immer noch für ihn tätig sind», sagt Brügger.

Mahnend Erinnerung an 2014

Wie sollen die Emotionen geweckt werden? Brügger spricht von «kleinen Erfolgen», durch die das gelingen soll. Dazu gehöre ein Sommertraining, dessen Wert sich später auszahlt. Die mangelhafte Vorbereitung war einer der Gründe für die oft enttäuschenden Auftritte in der vergangenen Spielzeit.

Nach dem Chaos im Sommer 2014, in dessen Folge Trainer François Wartenweiler und Sportchef Ruedi Haas den Hut nahmen, gilt der Vorbereitung diesmal das Hauptaugenmerk. Sie beginnt am 4. Mai und umfasst neu wöchentlich auch eine Fitnesseinheit.

Brüggers Vorgänger Thomas Heldner vermittelte den Kontakt zwischen Sportchef Lolo Bertschmann und dem Bündner. Dieser hat sich nach etwas Bedenkzeit für den Posten entschieden. Und dafür seine Tätigkeit im Nachwuchs der ZSC-Organisation aufgegeben. «Das war nicht leicht», sagt er, «aber mein Herz hat so entschieden.»

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