«Ja», schreit Valentina. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht klatscht sie mit ihren Kolleginnen ab. Die Mittelfeldspielerin hat einen Treffer gegen Trainer Moris Rionero erzielt, der für die eine Hälfte des Teams im Tor steht. Dieses Team sind die C-Juniorinnen des FC Dietikon. Sie absolvieren ein Trainingsspiel in der Turnhalle des Schulhauses Luberzen.

Das einstündige Training gilt als Vorbereitung auf den Bellini-Cup in Schlieren, der an den nächsten beiden Wochenenden stattfindet. Für das Turnier haben sie sich angemeldet, nachdem die Organisatoren bei den Juniorinnen zusätzlich eine C- und eine D-Kategorie eingeführt haben. Eine Premiere also für die jungen Dietikerinnen.

Auf dem Rasen sind die Nachwuchsfussballerinnen erfolgsverwöhnt. Seitdem sie sich im letzten August zu einem Team zusammengeschlossen haben , haben sie ihre sieben bisherigen Partien gewonnen. «Die Spielerinnen sind motiviert und haben Disziplin», begründet Rionero den Erfolg.

Cristiano Ronaldo als Idol

Einige von ihnen haben jedoch schon vor ihrem Engagement beim FC Dietikon Erfahrung im Fussball sammeln können. So wie Valentina. Die 14-jährige Mittelfeldspielerin war beim FC Spreitenbach aktiv und wechselte dann zum FC Dietikon. «Ich wollte mal etwas Neues ausprobieren», sagt sie und schwärmt: «Ich liebe Fussball! Beim Fussballspielen vergesse ich alles.»

Vorbild ist für Valentina wie für fast alle ihrer Teamkolleginnen Cristiano Ronaldo. Auch für Nadine, die zum ersten Mal mittrainiert und eigentlich Michael Lang mag. «Doch er ist ja zu Basel gewechselt», sagt Nadine enttäuscht. Für Desiree, die Torhüterin, ist das grösste Idol dagegen Gianluigi Buffon.

Die Vorbilder der Mädchen sind aber nicht nur Stars, sondern auch Familienmitglieder. Zum Beispiel für Eleonora, deren Schwester in der B-Mannschaft spielt. Oder bei Adiam. Bei ihr war der Bruder der entscheidende Faktor, dass sie mit Fussball begonnen hat: «Ich habe ihm zugesehen und wollte auch spielen.» Bei der 13-jährigen Sabrina aus Dietikon war ihr Vater, Trainer Rionero, der Grund für ihren Entscheid, Fussball zu spielen, aber nicht nur. «Es macht einfach Spass, mit den anderen zusammenzuspielen», findet sie. Dieser Meinung ist auch die 13-jährige Katy. «Fussball besteht aus Teamwork», meint sie. «Und das gefällt mir an dieser Sportart am meisten.»

Was den Mädchen hingegen nur bedingt gefällt, ist der Fussball in der Halle. «Auf dem Rasen hat man mehr Platz», meint Katy. Auch Simone, Vlora und Noelia bevorzugen die Aussenplätze. «Man kriegt drinnen beim Rennen keine Luft», sagt Vlora. Und Noelia pflichtet ihr bei: «Die Luft in der Halle ist mühsamer.» Einzig die 14-jährige Anesa findet Hallenfussball toll: «Ich finde, es macht Spass.»

Für den Bellini-Cup haben sich die Mädchen einiges vorgenommen. «Wir wollen Erste oder Zweite werden», sagt Valentina selbstbewusst.