In der Curlinghalle in Urdorf laufen die letzten Vorbereitungen für die Mixed Doubles Curling Challenge. Diese wird ab morgen Freitag zum zweiten Mal ausgetragen. Das Spezielle am Mixed-Doubles-Modus: Jede Mannschaft tritt jeweils mit einer Curlerin und einem Curler an. «Dieses Jahr ist die Challenge in Urdorf sehr gut besetzt», sagt Daniel Maurer vom Vorstand des Curlingclubs Limmattal. So spielen mit Anastasia Bryzgalova und Alexander Krushelnitskiy aus Russland die amtierenden Weltmeister mit, ebenso die Vizeweltmeister Rui Wang und Dexin Ba, die aus China stammen.

Aus dem Ausland nimmt rund ein Dutzend Teams aus zehn Nationen teil. Doch auch die Schweiz, mit fünf Goldmedaillen an Weltmeisterschaften erfolgreichstes Land bei den Mixed Doubles, ist am Turnier gut vertreten. Gleich sieben nationale Teams messen sich auf dem Eis, unter ihnen auch das Team Bärn-Züri mit Michèle Jäggi und Mario Freiberger.

Im letzten Jahr haben die beiden im Final gegen die schwedischen Vizeweltmeister Noreen und Noreen gewonnen und im November am grössten Mixed-Doubles-Turnier in Bern den dritten Platz geholt. Freiberger, der gleichzeitig auch dem Vorstand vom Curlingclub Limmattal angehört, hat zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern das Turnier im letzten Jahr erstmals organisiert. «Als Mixed Doubles zur olympischen Disziplin für die Winterspiele in Pyoengyang 2018 erklärt wurde, gab es einen regelrechten Hype», erinnert sich Freiberger. «Da wollten wir das auch mal ausprobieren.»

18 Mannschaften ausgewählt

2015 hätten sich 18 Teams angemeldet, in diesem Jahr seien es fast 40 gewesen. «Wir haben dann aufgrund verschiedener Ranglisten die Mannschaften ausgewählt», sagt Freiberger. Das Ergebnis ist ein enorm starkes Teilnehmerfeld. «Wir haben zum Beispiel mit Kobler und Hess die aktuellen Schweizer Meister dabei», sagt Freiberger, «aber eben auch die Welt- und Vizeweltmeister und dazu noch ein Team aus Kanada, und die Kanadier sind immer stark.» Das sei eine Bestätigung dafür, dass das letztjährige Turnier bei den Teilnehmern gut angekommen sei. «Es ist schön, wenn man solche Teams in unsere Halle nach Urdorf bringen kann», meint Freiberger.

Da viele gute Mannschaften dabei sind, ist die Mixed Doubles Challenge für Freiberger eine Standortbestimmung. «Schon die Gruppenphase wird ein Härtetest werden», ist der 28-Jährige überzeugt. Daher ist die Titelverteidigung auch nicht das prioritäre Ziel. «Wir möchten einfach die Playoffs erreichen», sagt Freiberger. Sprich: bei der Gesamtrangliste unter die sechs besten Mannschaften kommen.