Handball
Die HCDU-Frauen verlieren gegen den Goalie von Malters

Dietikon-Urdorf scheiterte Mal für Mal an der ehemaligen NLA-Hüterin und verlor zusehends das Selbstvertrauen in den eigenen Wurf. Schlussendlich verlieren die Limmattalerinnen auswärts mit 15:26.

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HCDU-Trainer Marco Wyttenbach versucht, sein Team zu wecken.

HCDU-Trainer Marco Wyttenbach versucht, sein Team zu wecken.

Otto Lüscher

Dabei begann das Spiel doch gut. Dietikon-Urdorf konnte in der Anfangsphase gut mithalten und glich den 0:2-Rückstand postwendend zum 2:2 aus. Im Angriff zeigte sich das Team stark verbessert gegenüber den bisherigen Spielen. Der Ball lief schnell und fehlerlos durch die eigenen Reihen, die Lücken wurden erkannt. Schon zu Beginn des Spiels zeigte sich aber, dass im Tor der Gastgeber jemand stand, der nicht so einfach zu überwinden sein würde. Aussichtsreiche Positionen konnten in nichts Zählbares umgemünzt werden. Beim Stand von 4:6 (15. Minute) aus Sicht des HCDU breitete sich dann aber selbst für das Publikum spürbar eine Verunsicherung aus - wie überwinden wir nur diesen Goalie? Als Trainer kann man ja nicht viel mehr sagen als "besser werfen", was einer leicht lächerlichen Anweisung gleichkommt. Interessant ist aber, was beim HCDU geschah: Würfe wurden überhastet genommen und die Abschlüsse zusehends schwächer. So fordert man eine ehemalige NLA-Hüterin leider nicht und tut dem eigenen Team keinen Gefallen. Es dauerte lange, bis die Gäste mal wieder skoren konnten und das Heimteam legte Tor um Tor vor. Das Ergebnis: 6:13 aus Sicht des HCDU zur Halbzeit.

Trainer beruhigt in der Pause

In der Pause versucht man als Trainer, sein Team zu beruhigen. Spielerisch war es wirklich nicht schlecht: viel Bewegung, gutes Abwehr-/Stellungsspiel mit Ausnahme des Blockes, gute Chancen erarbeitet vorne - was fehlte, war einzig und allein die Entschlossenheit beim Abschluss. "Gesagt, getan" heisst die Redewendung, aber dem HCDU gelang es zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht präziser oder schärfer zu werfen. Im Gegenteil! Die Abschlusspositionen waren sogar noch besser als in der ersten Halbzeit, das Team war also wach und auf dem Feld und konnte spielerisch gut mithalten. Die Würfe selber waren unglücklich gewählt und teilweise mittig aufs Tor. So konnte man Malters ungewollt aufbauen! Der Rückstand war kurz vor Mitte der Halbzeit mit 7:18 auf elf Tore angewachsen und der HCDU kassierte einige Zwei-Minuten-Strafen. Und jetzt zeigte das Team endlich wieder seinen Charakter: Jede begann für jede zu kämpfen, weil niemand den weiten Weg gemacht hatte, um im luzernischen Lande unterzugehen.

Erste Fehler von Malters

Die Abwehrarbeit wurde trotz Unterzahl wieder etwas härter und besser, Dietikon-Urdorf kam zu Gegenstössen. Und endlich wurden bei numerischer Gleichzahl in der Defensive eroberte Bälle nicht zum Freistoss für die Gastgeberinnen. Es stand zwar noch immer 11:19, aber der HCDU konnte immerhin etwas Moral tanken. Die Pace konnte aber leider nicht gehalten werden, der Geist wurde wieder müder, die Fehler schlichen sich - zum ersten Mal in dieser Partie! - wieder ein und man scheiterte zweimal kurz hintereinander vom Siebenmeter-Punkt am Goalie. Logische Folge: Der Rückstand wuchs wieder auf zwölf Tore an. Die Gäste konnten zwar erneut etwas Resultatkosmetik betreiben und auf 15:24 verkürzen, aber die letzten beiden Tore der Partie erziehlte Malters zum Endstand von 15:26.

Der Spielfluss war über das ganze Spiel gut, die Locker- und Entschlossenheit fehlte aber. Nächste Woche gegen Ruswil muss dies eingesetzt werden.