Fussball
Die Grasshoppers konnten auf dem Zelgli wieder nicht überzeugen

Die Schlieremerinnen gewinnen das Kantonalderby gegen GC mit 1:0. Für die Grasshoppers bleibt das Zelgli somit ein hartes Pflaster. Doch hindert dies die beiden Goalies nicht, miteinander ans Spiel zu fahren.

Maila Bermejo
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Schlierens Carmen von Heeren (h. l.) und Münevver Akyol (r.), hier gegen Zürich

Schlierens Carmen von Heeren (h. l.) und Münevver Akyol (r.), hier gegen Zürich

raphael biermayr

Wenn zwei Torhüterinnen aus zwei verschiedenen Teams zusammen an das Spiel reisen, das sie gegeneinander austragen müssen, dann ist wieder Frauenfussball angesagt. Schlierens Goalie Pascale Küffer und GC-Torfrau Sina Autino sind aber nicht nur in der NLA Rivalinnen, sondern auch in der U19-Nationalmannschaft. Offensichtlich kein Grund, die langjährige Freundschaft zu kündigen – oder eben, die Fahrgemeinschaft aufzulösen.

Gegen den Kantonsrivalen den besten Fussball gezeigt

Mit den Grosshoppers standen den Limmattalerinnen wohlbekannte Gesichter gegenüber. Exakt drei Wochen zuvor spielten die beiden Teams in der Meisterschaft gegeneinander und der Tag dürfte den Schlieremerinnen in bester Erinnerung geblieben sein. Denn sie spielten just gegen den Kantonsrivalen ihren besten Fussball der Saison und holten verdientermassen ihren ersten Punkt.

Chancenplus für Schlieren

Auch gestern startete Schlieren stark in die Partie. Die Gastgeberinnen schlugen von Anfang an ein hohes Tempo an und erarbeiteten sich in den ersten 20 Spielminuten fünf Tormöglichkeiten. Münevver Akyol, Lea Willisauer, Alina Grüter und vor allem die stark aufspielende Melina Scodeller prüften die Abwehr und die Torhüterin des gegnerischen Tores. GC hatte Mühe mitzuhalten, geschweige denn sein Spiel aufzuziehen.

Schlieren dominierte weiter die Partie, agierte aber im Abschluss zu harmlos. Die Gäste fanden in der Folge besser ins Spiel und kamen ihrerseits zu Torchancen. Nach einer halben Stunde hiess es 0:0 und ein Verhältnis von 10:3 Schüssen aufs Tor. Das wollten die Stadtzürcherinnen nicht auf sich sitzen lassen. Sie starteten aggressiv und mit viel Druck in die zweite Spielhälfte. Trotzdem gab es die Erlösung für Schlieren: Scodeller setzte sich auf der linken Seite durch und flankte in die Mitte, wo Akyol zum 1:0 für die Gastgeberinnen traf.

Goalie Pascale Küffer blieb fehlerlos

Es folgten mehrere Grosschancen auf beiden Seiten. Danach flachte die Partie merklich ab. Die Schlieremerinnen wurden müde und spielten unkonzentrierter – GC witterte seine Chance. Dann kam der Auftritt von Schlieren-Goalie Küffer. Mit absolutem Einsatz und Willen wehrte sie alle Vorstösse der Gäste ab und so konnten die Limmattalerinnen mit dem knappen Resultat von 1:0 ihr Weiterkommen im Cup feiern, wo sie Ende Oktober auf den Leader der NLB, den FC Malters, treffen werden.

Dass die Siegerin Küffer und die Verliererin Autino den Rückweg zusammen angetreten haben, darf aufgrund ihrer langjährigen Freundschaft angenommen werden. Ob die zwei Torhüterinnen aber über Fussball geredet haben, wird an dieser Stelle bezweifelt.