Faustball

Die Faustballerinnen aus Schlieren holen «nur» Silber

Niederlage im Familienduell: Michelle Fedier.

Niederlage im Familienduell: Michelle Fedier.

Die Schlieremerinnen verpassen am Finalwochenende die Titelverteidigung. Oberentfelden-Amsteg ist im Final zu stark.

Simone Eicher hatte ihre Teamkolleginnen im Vorfeld gewarnt. Schlierens Captain sprach die Schläfrigkeit zu Beginn der Partien an, die sich durch die Saison der Limmattalerinnen zieht. Im Halbfinal der Schweizer Meisterschaft gegen Embrach nützte das offenkundig nicht viel. Die Schlieremerinnen verloren den ersten Satz mit 5:11, wobei sie nicht weniger als sieben Eigenfehler verzeichneten. Auch die Selbst-Einwechslung von Coach Sabine Pfister verfehlte ihre Wirkung. Im zweiten fanden sie den Tritt jedoch langsam, doch der Erzrivale aus dem Zürcher Unterland hatte wiederum das bessere Ende für sich (11:9).

Titelverteidiger Schlieren stand mit dem Rücken zur Wand – und drehte mächtig auf. Mit 11:8, 11:4 und 11:8 gewann er die folgenden Sätze und schaffte es doch noch in den Final. Dort wartete Qualifikationssieger Oberentfelden-Amsteg, womit es wieder einmal zum Familienduell kam: Aufseiten Schlierens spielt Michelle Fedier, aufseiten des Gegners deren Schwestern Fabienne und Jacqueline. Wie meistens in der jüngeren Geschichte setzte sich die Überzahl an Fediers durch. Nach der 2:0-Satzführung der Oberentfelderinnen bäumte sich Schlieren wieder auf und gewann Durchgang drei mit 13:11. Dann war die Luft draussen. Nach dem 3:11 war klar: Schlieren muss sich gedulden, bis es den zehnten Meistertitel in der Halle feiern kann. (nch)

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