FC Engstringen

Die Engstringer kämpfen um die 3. Liga

Die Engstringer Spieler sind mit vollem Engagement beim Training. msu

Die Engstringer Spieler sind mit vollem Engagement beim Training. msu

In der 3.-Liga-Rückrunde verfolgt Aufsteiger Engstringen vor allem ein Ziel: Sich in der Liga zu halten

Die Sonne wärmt die Luft an diesem Dienstagabend auf dem Sportplatz Brunewiis in Oberengstringen. Roger Balmer, Trainer des FC Engstringen, sitzt auf der Spielerbank und wartet auf seine Schützlinge. In ein paar Minuten beginnt das Training. «Bei dieser Einheit geht es einfach darum, Freude am Fussballspielen zu haben», sagt er.

Es ist die zweitletzte Trainingseinheit für die Engstringer Fussballer. Eine steht heute noch an, bevor für die Limmattaler am Sonntag um 10.15 Uhr auf der Brunewiis die Rückrunde beginnt – gegen Industrie Turicum. Gegen den Tabellensiebten würden die Engstringer am liebsten gleich drei Punkte einfahren. «Es ist so wichtig, dass man mit einem positiven Erlebnis startet», sagt Ballmer. In seiner Stimme schwingt Zuversicht mit.

Anlass zu Optimismus geben Balmer die beiden letzten Testspiele, in denen die Engstringer einen Sieg (2:1 gegen Drittligist Albisrieden) und ein Unentschieden (1:1 gegen Drittligist Bassersdorf 2) geholt haben. Und das, obwohl die Limmattaler einige Spieler verloren haben beziehungsweise vorläufig auf sie verzichten müssen. So sind Philippe Theiler, Sandro Frohoff und Jose Diaz noch verletzt beziehungsweise im Aufbautraining. «Die Qualität der verletzten Spieler ist hoch», sagt Balmer. «Und wir haben nicht so ein breites Kader.»

Hinzu kommt, dass mit Mario Setz und Ersin Baksi, die eine Pause einlegen, sowie Joël Borner, der einen Sprachaufenthalt macht, gleich drei Spieler den Verein verlassen haben. Demgegenüber stehen vier Neuverpflichtungen: Jackson Manikkutiyil (vom FC Red Star ZH), Kevin Bär (FC Wollerau), Tino Nujic (FC Altstetten) und Kenan Vuckic, der nach einer Pause wieder am Ball ist.

Neues Selbstvertrauen

Dass Engstringen trotz dieser Wechsel im letzten Testspiel siegen konnte, hat den Limmattalern Selbstvertrauen gegeben. Selbstvertrauen, welches Balmers Schützlinge auch brauchen angesichts der Tabellensituation. Die Limmattaler belegen derzeit nur den zehnten Rang und haben gerade mal einen Punkt Vorsprung auf das elftplatzierte Schlieren 2 und damit auf einen Abstiegsplatz. Nur Español Iberia ist momentan noch schlechter platziert als die beiden Limmattaler Rivalen, hat aber gleich viele Punkte wie Schlieren 2. Die Schlieremer haben wie die Engstringer in der Hinrunde ebenfalls nur einen Sieg holen können und hatten mit dem abrupten Abgang von Trainer Paul Schärer auch neben dem Platz einige Turbulenzen durchzustehen.

Immerhin hat Schlieren 2 im Dezember des vergangenen Jahres einen neuen Coach gefunden, nachdem Sportchef Gianni Petrone die Mannschaft interimistisch trainiert hatte. Es ist Luigi Bello, der vom FC Stäfa gekommen ist, wo er die B-Junioren trainiert hat. Ebenso hat es bei Schlieren 2 einige Wechsel gegeben. «Wir hatten nach Schärers Abgang im Winter vermehrte Abgänge von Spielern, die Schärer mitgebracht hatte», sagt Petrone. «Diese wurden teilweise mit Junioren oder neuen Spielern ersetzt.»

«Das bringt nichts»

Bei Engstringen verfolgt man die Entwicklung des Nachbarvereins zwar mit. Doch die Konzentration gilt vor allem den eigenen Aufgaben. «Wir schauen nicht, wer welche Spieler geholt hat», erklärt Balmer. «Das bringt nichts.»

Stattdessen ist der Engstringer Trainer voller Tatendrang, was die Rückrunde anbelangt. «Wenn wir in den ersten drei Spielen gegen Industrie Turicum, die Blues Stars Zürich 2 und Español Iberia sieben Punkte holen könnten, wäre das super», sagt er. «Wir müssen aber darauf achten, dass wir weniger Gegentore kassieren. Das war in der Hinrunde unser grosses Manko.» Dann dürfte der Klassenerhalt leichter fallen.

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