Beachsoccer
Die Dietiker Beachsoccer-Spieler zeigen sich willensstark

Illyrian Dietikon verschenkt drei Punkte an die favorisierten Scorpions. Dafür besiegt die Beachsoccer-Mannschaft Basiléia deutlich.

Monique Iseli
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Die Dietiker mit Adnan Rafuna (links) und Selami Redzepi bieten den favorisierten Scorpions in der ersten Halbzeit Widerstand.

Die Dietiker mit Adnan Rafuna (links) und Selami Redzepi bieten den favorisierten Scorpions in der ersten Halbzeit Widerstand.

Joss Media/zvg

Entschlossen, den Aufwärtstrend in Tenero fortzusetzen, stieg Illyrian Dietikon ins Spiel der 10. Runde der Suzuki League. Sein Gegner war ausgerechnet das zweitplatzierte Scorpions Basel. Dietikons Vorsätze schienen zu scheitern, die Gegner gingen bereits in der achten Minute mit 2:0 in Führung. Doch Illyrian liess sich von den starken Baslern und deren früher Führung nicht beirren und kämpfte sich noch im ersten Drittel zurück ins Spiel.

Im zweiten Drittel drehten die Dietiker das Match. «Plötzlich hatten wir das Spiel im Griff», erklärt Dietikons Goalie Andi Hertach. Nachdem die Scorpions Nati-Keeper Valentin Jäggi eingewechselt hatten, flaute die Leistung der Dietiker wieder ab. «Wir hatten Konzentrationsprobleme, konnten keine Tore mehr erzielen», kommentiert Hertach diese Phase. «Ich selbst hatte im letzten Drittel grosse Probleme. Und wenn es dem Goalie nicht gut läuft, ist das meist für das Team sehr schlecht.» So kam es, dass die Limmattaler die drei Punkte an die Basler hingeben mussten (3:6). Mit neuem Mut und neuer Entschlossenheit stiegen die Dietiker am nächsten Tag gegen Basiléia in die Partie. Gegen den Tabellenvierzehnten war ein Sieg Pflicht. Illyrian dominierte von Anfang an und konnte mit einer 2:0-Führung ins letzte Drittel starten. In diesem fielen noch zwei Tore auf beiden Seiten, die Dietiker verliessen den Sand als verdiente Sieger.

Aufwärtstrend erst am Ende

Illyrian hat im Tessin bewiesen, dass es doch zu mehr fähig ist, als die Tabelle zeigt. Zurzeit befinden sich die Limmattaler auf dem zehnten Rang. «Daran wird sich auch nicht mehr viel ändern», vermutet Hertach. Dass sie ihr Ziel, die Top8, erreichen, sei eher unwahrscheinlich, ist theoretisch aber noch möglich.

Wo versteckte sich die Willensstärke der Limmattaler so lange, die erst jetzt so richtig zum Vorschein kommt? «Zu Beginn der Saison nahmen wir alles auf die leichte Schulter», verdeutlicht Hertach, «Trainingsbesuche blieben aus und bloss die Freude am Spiel stand im Vordergrund.» Immerhin konnte sich das Team nun fangen. Im nächsten Spiel am 1.August in Neuenburg gegen Biel strebt es den nächsten Sieg an.