Volleyball
«Die Chance auf den Ligaerhalt ist sehr, sehr klein»

Kanti Limmattal steht vor der entscheidenden Phase der Saison. Für Trainer Thomas Hüppi ist der Ligaerhalt nicht sehr realistisch.

Maila Bermejo
Drucken
Teilen
Für Limmattal (r. Markus Boller) geht es ums sportliche Überleben. rab

Für Limmattal (r. Markus Boller) geht es ums sportliche Überleben. rab

Limmattaler Zeitung

Gewinnen oder verlieren. Ligaerhalt oder Abstieg. Sein oder nicht sein. Diese Fragen geistern vermutlich momentan in den Köpfen der Limmattaler Volleyballspieler herum – die Antworten werden die letzten vier Meisterschaftsspiele bringen.

Nach einer verpatzten Saison mit lediglich zwei Siegen steht Kanti Limmattal mit vier Punkten auf dem letzten Tabellenrang; vier Punkte hinter March und Andwil-Arnegg II, sechs Punkte hinter Uster, acht Punkte hinter Jona. Aus den kommenden Partien wollen und müssen die Limmattaler das Maximum herausholen. Wird das gelingen? Mit dem TSV Jona (heute, 15.30), dem TV Uster (29. Januar, 18.00) und dem VBC March (12. Februar, 18.00) stösst Kanti immerhin auf Gegner, die in Reichweite liegen.

Einziger Wermutstropfen: Die Spiele werden allesamt auswärts ausgetragen. Die einzige Partie, die die Limmattaler in dieser Saison noch vor Heimpublikum bestreiten werden, wird ausgerechnet gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Voléro Zürich sein (5. Februar, 16.00). Kanti-Limmattal-Coach Thomas Hüppi macht sich keine falschen Hoffnungen: «Dass wir gegen Voléro punkten, ist sehr unwahrscheinlich. Aus eigener Kraft werden wir das nicht schaffen.» Schreibt man dieses Spiel schon im Vorfeld ab, liegen für die Limmattaler also noch höchstens sechs Punkte bis zum Saisonende drin.

Rechnen und optimistisch bleiben

«Gegen Jona, Uster und March werden wir unser Bestes geben, und wenn es uns gelingt, gut mitzuspielen, liegt auch der eine oder andere Sieg für uns drin», so Hüppi optimistisch. Dass sie gewinnen können, haben die Limmattaler Erstligisten in dieser Saison gegen Klettgau und Uster schon bewiesen.

Hüppi rechnet gegen die Zürcher aber trotzdem nicht mit einem psychologischen Vorteil für seine Schützlinge. Denn sollten die Ustermer vor der Partie gegen Kanti den Ligaerhalt sichern, werden sie befreit aufspielen können und der Druck würde wiederum doppelt so stark auf den Schultern der Limmattaler lasten.

Doch mit rechnen alleine gewinnt man keine Spiele und darum appelliert Coach Hüppi an die Motivation seiner Spieler. «Für die letzten vier Partien soll die Freude am Volleyball im Mittelpunkt stehen», so Hüppi. «Was danach kommt, werden wir dann zur gegebenen Zeit anschauen.»

Kleine Chance auf Ligaerhalt

Was «danach» bedeutet, darüber muss man nicht lange spekulieren. Nachdem sich Kanti Limmattal schon letztes Jahr nur ganz knapp in der ersten Liga hatte halten können, ist dieses Ziel in der laufenden Saison immer weiter weg gerückt. Das weiss auch Hüppi. «Realistisch gesehen ist die Chance auf den Ligaerhalt schon sehr, sehr, sehr klein.» Zu allem Übel haben neben den drei Langzeitverletzten Nic Hänzi, Michael Finsterwald und Manuel Murer diese Woche auch noch drei Spieler krankheitsbedingt das Bett gehütet. Sie sollten aber für das Spiel heute wieder einsatzbereit sein.

Aktuelle Nachrichten