Schwingen

Die «Bösen» treffen sich am Berchtoldschwinget

Thomas Kammermann (oben) kann sich die grössten Hoffnungen der Zürcher für eine gute Platzierung ausmalen. Auf der Maur

Thomas Kammermann (oben) kann sich die grössten Hoffnungen der Zürcher für eine gute Platzierung ausmalen. Auf der Maur

Am 2. Januar steigen die «Bösen» beim Berchtoldschwinget, dem ältesten Hallenschwingfest der Schweiz, in der Saalsporthalle in Zürich in den Ring. Unspunnen- und Niklaus-Sieger Daniel Bösch in der Favoritenrolle

Bei der 116. Auflage des Traditionsanlasses sind 118 Schwinger angemeldet. Im Hinblick auf das eidgenössische Schwingfest in Burgdorf nutzen einige Spitzenschwinger die Gelegenheit zu einer Standortbestimmung. Dies widerspiegelt sich auch im ausgezeichneten Teilnehmerfeld: Mit neun eidgenössischen Kranzschwingern wird eine ähnlich gute Besetzung wie vor einem Monat beim Niklausschwinget in Dietikon erwartet.

Grosse Konkurrenz für Favoriten

Der aktuelle Sieger des Niklausschwingets, Daniel Bösch, wird auch am «Berchtelis» als Topfavorit an den Start gehen. Der Unspunnen-Sieger muss sich allerdings auf eine starke Konkurrenz einstellen. Mit dem Vorjahressieger Beat Clopath, dem kurzfristig nachgemeldeten Michael Bless (Sieger 2011), dem «Oldi» Stefan Burkhalter (Sieger 1999) und Andy Büsser, der nach einer Verletzung sein Comeback gibt, stehen weitere Siegesanwärter aus dem Nordostschweizer Verband im Einsatz. Die beiden Eidgenossen Peter Imfeld und Edi Kündig aus dem Innerschweizer Lager sowie die ebenfalls in letzter Minute nachgemeldeten Thomas Sempach und Matthias Siegenthaler aus dem Berner Verband komplettieren den Kreis der Favoriten.

Kammermanns gute Erinnerungen

Für die Zürcher Schwinger liegt ein Sieg wohl ausser Reichweite. Obwohl mit Fabian Kindlimann auch der Schlussgangteilnehmer des Niklausschwingets ins Geschehen eingreifen wird. Mit einer ähnlich defensiven Kampfweise, wie der Zürcher Oberländer in der Endausmarchung in Dietikon agierte, wird es ihm aber kaum für eine Spitzenplatzierung reichen. Für eine positive Zürcher Bilanz könnte Thomas Kammermann vom Schwingklub Glatt- und Limmattal sorgen. An das Berchtoldschwinget hat der 25-jährige Sennenschwinger beste Erinnerungen. Kammermann feierte neben den beiden Kranzgewinnen am Schaffhauser und Zürcher Kantonalen, beim Berchtoldschwinget 2010 mit dem dritten Schlussrang seinen bisher grössten Erfolg.

Wer wie Kammermann mit einer Selektion für das «Eidgenössische» liebäugelt, wäre ein gelungener Start ins neue Jahr wichtig für das Selbstvertrauen. Das junge Team um Kammermann wird durch den 18-jährigen Daniel Wettstein und den 21-jährigen Bernhard Götsch vervollständigt. Im starken Teilnehmerfeld gilt es für das Trio in erster Linie die Qualifikation für den Ausstich (5. und 6. Gang) zu erreichen. Die Wettkämpfe beginnen um 8.30 Uhr, der Schlussgang wird etwa um 16.30 Uhr ausgetragen.

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