Basketball

Die beste Leistung der bisherigen Saison gezeigt

Trainer Patrick Frösch motiviert seine Mannschaft. Schläfli

Trainer Patrick Frösch motiviert seine Mannschaft. Schläfli

Unicorn Spreitenbach-Dietikon deklassiert Zug mit 88:55 und schaut nach einem verkorksten Saisonstart optimistisch in die Zukunft. Trotz Spieler- sowie Trainerwechsel ist die Mannschaft zu einer Einheit geworden.

Nach einem harzigen Saisonstart kommt der Limmattaler-Erstligist immer besser in Fahrt: Am Wochenende schickten sie die Gäste aus Zug gleich mit 88:55 nach Hause. Die Basketballer von Spreitenbach-Dietikon sind zwar nicht abergläubisch, doch die 13. Partie der Saison brachte ihnen Glück. Im dritten Heimspiel stimmte einfach alles: Die Limmattaler spielten von Beginn weg in einer anderen Liga und liessen den Innerschweizern kaum eine Chance, ins Spiel zu finden.

Neuzugang überzeugt

Die Mannschaft von Coach Patrick Frösch zeigte, was gute Basketballer auszeichnet: ausgeklügelte Taktik, gute Spielübersicht und schnelle unberechenbare Würfe. Der Trainer weiss, worauf es ankommt. «Eine starke Verteidigung ist die halbe Miete», so der ehemalige Unicorn-Basketballer. «Denn dann müssen die Spieler nicht die ganze Zeit dem Ball hinterherlaufen.» So erstaunte es nicht weiter, dass die «Einhörner» nach der ersten Halbzeit bereits komfortabel mit 46:23 in Führung lagen. Die Lokalmatadoren vermochten auch in der zweiten Halbzeit zu überzeugen. Sie liefen nie Gefahr, die Führung noch aus der Hand zu geben. Im Gegenteil: Sie erfreuten ihre Fans mit einem variantenreichen und schnellen Zusammenspiel. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Gäste kein probates Mittel fanden, um den Sturmlauf der Limmattaler zu stoppen. Sie liefen dem Heimteam immer einen Schritt hinterher und versuchten verzweifelt, die starke Defensive mit Weitwürfen zu umgehen. Einer der Unicorn-Neuzuzüge, Nuredini Hidajet, fiel durch seine schnellen Dribblings und hohe Treffsicherheit auf. Eine Zeit lang schien es, als ob die Zuger ihren Rückstand wieder etwas zu reduzieren vermochten. Doch im letzten Drittel setzten die Limmattaler noch eine Schippe drauf, und so lautete das klare Verdikt schlussendlich 88:55.

Starkes Kollektiv

Wie erklärt sich der neue Trainer Patrick Frösch den Aufwärtstrend seines Teams in der zweiten Saisonhälfte? «Unsere Mannschaft besteht nicht nur aus individuellen Ausnahmekönnern, sondern hat sich zu einem starken Kollektiv entwickelt.» Zu Beginn der Saison sei das noch nicht der Fall gewesen. Doch mit den vier Neuzugängen und dem Trainerwechsel hat sich viel in diesem Bereich verändert. «Wir mussten uns als Mannschaft zuerst neu finden», analysiert Frösch. Zudem hatte das Team mit dem Abgang von Vincent Ndjip zum B-Ligisten Küsnacht-Erlenbach einen Leistungsträger verloren. Im Gegenzug erhielten die Limmattaler vom STB-Basket Bern (NLB) mit Ikenna Obidigbo ein junges vielversprechendes Talent. Diese Saison sei eine Art Zwischensaison, sagt Frösch. «Wir haben aus den schmerzlichen Niederlagen gelernt und sind gestärkt aus ihnen hervorgegangen.»

Beste Leistung bis anhin

Die gewonnenen zwei Punkte gegen Zug stimmen uns zuversichtlich. Doch vorerst gelte es, in den verbleibenden drei Spielen mindestens noch eines zu gewinnen, damit der Klassenerhalt Tatsache wird, schaut Team-Captain Patrick Etter in die nahe Zukunft. Doch die Euphorie könnte nicht grösser sein. Etter und sein Trainer sind sich über die Vorstellung im Spiel gegen Zug einig: «Gegen die Innerschweizer haben wir die beste Leistung in der laufenden Saison gezeigt.»

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