Die Tabelle in der 3. Liga ist aus Limmattaler Sicht derzeit erfreulich. Mit Birmensdorf und Urdorf, die am vergangenen Wochenende ihre Partien gegen Croatia beziehungsweise Höngg gewonnen haben, gehören gleich zwei Vereine aus der Region zum Spitzentrio.

Birmensdorf belegt den zweiten Rang, Urdorf den dritten. Während der Höhenflug der im letzten Jahr abgestiegenen Birmensdorfer nicht so überraschend ist, sorgen die Urdorfer mit ihrem dritten Rang für Aufsehen.

Mittelmässig läuft es derzeit OetwilGeroldswil. Gegen die Blue Stars hat das Team von Trainer Jean Marie Broggi auswärts zwar einen Punkt geholt. Doch von den letzten sieben Partien konnte es nur eine einzige gewinnen. Immerhin befindet es sich im Tabellenmittelfeld.

Die Sorgenkinder der Liga aus Limmattaler Sicht sind aber die Liganeulinge Engstringen und Schlieren II. Engstringen konnte mit dem 1:1 gegen Kosova II immerhin eine kleine Trendwende einleiten, nachdem es zuvor vier der letzten fünf Meisterschaftsspiele verloren hatte und unter anderem Kanterniederlagen gegen Croatia (1:7) und Urdorf (0:6) verkraften musste. «Gegen Croatia und Urdorf sind wir unter die Räder gekommen», sagt Roger Balmer, der die Mannschaft seit zwei Monaten trainiert. «Aber sonst bin ich zufrieden mit dem Willen und der Bereitschaft der Jungs, auch wenn ich mir zum Ende der Hinrunde mehr Punkte erhofft habe.»

Einen Vollerfolg, also einen Sieg, konnten die Engstringer in 11 Spielen bisher nur einmal feiern – ausgerechnet beim Limmattaler Rivalen Schlieren II. Die Schlieremer haben eine turbulente Hinrunde hinter sich. Trainer Paul Schärer warf nach wenigen Partien das Handtuch, Assistent und Sportchef Gianni Petrone, der die Schlieremer bereits bis vergangenen Sommer trainierte, hat das Amt übernommen.

Petrones Bilanz: ein Unentschieden gegen Höngg und drei Niederlagen: gegen Croatia, Kosova II und Industrie Turicum. «Gegen Croatia hatten wir Pech», sagt Petrone. «Gegen Kosova II verletzte sich unser Stammtorhüter nach zwölf Minuten und musste ausgewechselt werden, was natürlich wieder ein Nackenschlag war.» Die Einstellung der Spieler habe jedoch gestimmt. «Wir strahlen mehr Ruhe auf dem Platz aus», lobt Petrone.

Schlieren sucht einen Trainer

Momentan ist Petrone auf der Suche nach einem neuen Trainer, denn er wird sein Amt in der Winterpause definitiv abgeben: «Ich weile im Februar und März, also während der Vorbereitungsphase für die Rückrunde, im Ausland. Daher war für mich klar, dass ich nicht Trainer bleiben kann.» Wer sein Nachfolger wird, ist noch ungewiss. «Wir werden diesbezüglich in den nächsten zwei, drei Wochen Gespräche führen», sagt er.

Ebenso unklar ist, inwieweit die Mannschaft verstärkt wird. Sicher ist aber, dass man nicht einfach Spieler aus dem 2.-Liga-Team holen werde. «Wir wollen den Ligaerhalt mit eigenständigen Spielern schaffen», sagt Petrone. «Ich glaube, dass das möglich ist.» Ab April wird sich zeigen, ob er recht behält. Dann startet die Rückrunde.