Am kommenden Sonntag nimmt Thomas Kammermann vom Schwingklub Glatt- und Limmattal am Zürcher Kantonal-Schwingfest in Zollikon teil. Sein grosses Saisonziel ist die Qualifikation für das Eidgenössische Schwingfest in Burgdorf.

Der Start in die neue Saison ist Thomas Kammermann gelungen. Beim Frühjahrsschwinget in Hittnau belegte der 25-jährige Maschinenbau-Student den achten Rang und erkämpfte sich damit die Auszeichnung. Allerdings war dies für Kammermann bisher der einzige Gradmesser.

Bewusst hat er Anfang Saison wenige Wettkämpfe eingeplant. «Zurzeit liegt der Fokus auf meiner Masterarbeit, die ich Ende Mai an der ETH-Zürich abschliesse», erklärt Kammermann seine spärlichen Auftritte.

«Gerne hätte ich vor dem Zürcher Kantonalen zwei Schwingfeste bestritten. Doch wegen der misslichen Wetterbedingungen fiel der geplante Einsatz beim Eschenberg-Schwinget vor zwei Wochen ins Wasser.»

Viel Arbeit mit Studium und Sport

Für den Fahrplan auf den Saisonhöhepunkt ist der zweifache Kranzgewinner trotzdem zuversichtlich. «Das Ziel ist die Selektion für das ‹Eidgenössische› in Burgdorf Ende August», so Kammermann. Um dies zu erreichen, sind zwei Kranzgewinne nötig.

Am Sonntag könnte der Teamleader des Schwingklubs Glatt- und Limmattal also einen ersten Schritt Richtung Burgdorf machen. Obwohl ihn der Abschluss des Studiums stark beansprucht, hat Kammermann das Schwingtraining intensiviert.

Zwei Klubtrainings plus ein Trainingszusammenzug des Zürcher- oder Nordostschweizer Schwingerverbandes pro Woche stehen auf dem Programm. Kammermann will nichts dem Zufall überlassen: «Ab Juni werden nochmals Kapazitäten frei.

Dann kann ich mich vermehrt auf den Sport konzentrieren.» Am Sonntag hofft er auf ein erfolgreiches Abschneiden. Verschiedene Faktoren seien entscheidend, so spiele die Tagesform, die zugeteilten Gegner und das nötige Wettkampfglück eine wichtige Rolle.

Limmattaler dezimiert

Neben Kammermann steigen Silvan Tresch aus Schlieren, Daniel Wettstein aus Zürich und erstmals bei den Aktiven Luca Pallaoro aus Oberengstringen ins Sägemehl. Der 16-jährige Pallaoro ist von den Nachwuchs- zu den Aktivschwingern übergetreten und wird seine Premiere an einem Kantonal-Schwingfest absolvieren.

Hingegen müssen zwei Limmattaler Forfait erklären. Der Geroldswiler Philip Dittli muss nach einem Arbeitsunfall passen und der Stadtzürcher Bernhard Götsch erlitt bei einem Töffunfall einen Unterarmbruch. Vom Zürcher Schwingerverband werden Fabian Kindlimann, Reto Fritschi sowie Andreas Gwerder die grössten Chancen auf einen Kranzgewinn haben.

Im Mittelpunkt stehen aber auch aufstrebende Talente, wie Samir Leuppi und Remo Ackermann, die am letzten Sonntag beim Thurgauer Kantonalschwingfest mit einem Kranzgewinn überraschten. Mit Bruno Gisler haben die Zürcher einen weiteren Trumpf in ihren Reihen. Der gebürtige Zürcher Oberländer gewann das Zürcher Kantonale im Jahr 2008.