Curling
Der Urdorfer Claudio Pätz ist gegenwärtig freiwillig arbeitslos

Der 25-Jährige bereitet sich derzeit mit dem Team Adelboden auf die Weltmeisterschaft vor, die am 30. März beginnt. Während der Saison arbeiten er und seine Teamkollegen nicht.

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Bilder aus Claudio Pätz' Karriere
4 Bilder
2012 (ganz rechts) als Sieger der Zürcher Superliga mit Mario Freiberger, Schwester Alina und Thomas Lips (von links)
2010 als Mitglied des CC Uitikon-Waldegg
2009 (Dritter von links) vor der Junioren-WM

Bilder aus Claudio Pätz' Karriere

Keystone

Nach dem Sieg an der Schweizer Meisterschaft mit dem Team Adelboden hatte der Third und Vizeskip aus Urdorf fast einen Monat lang Turnierpause. «Wir wollen wieder in den Wettkampfmodus kommen, damit wir für den Start der WM bereit sind.

Im Moment ist die Anspannung noch nicht so gross», schildert der 25-Jährige aus Kanada, wo die Mannschaft seit vergangenem Sonntag ist.

Derzeit an Vorbereitungsturnier

Eine über zehntägige Vorbereitung vor Ort also, die neben dem Wiederfinden des Wettkampfgefühls auch der Akklimatisierung dienen soll. Das soll nicht in Trockenübungen geschehen: Die Adelbodner bestreiten derzeit die Victoria Classic.

An diesem Turnier nehmen auch die WM-Gegner Finnland, Schweden, Norwegen, Japan, Russland und die USA teil.

Anschliessend fahren die Berner Oberländer nach Vancouver, wo sie während vier Tagen intensiv trainieren. An diese Stadt hat Pätz gute Erinnerungen: 2009 nahm er dort mit der Juniorenauswahl an der WM teil. Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften fanden im Falle von Pätz und Co. indes nicht erst die letzten Tage statt.

Arbeitslos während des Winters

Die fünf Teammitglieder richteten ihre Saisonplanung auf die Welttitelkämpfe im Curling-Mekka aus. Während der Saison arbeitet keiner, damit man sich als Team voll und ganz auf den Sport konzentrieren kann.

In den Wintermonaten finanzieren sie sich durch Sponsoring- und Verbandsbeiträge sowie durch Prämien. «Nach der Saison kann ich zu meinem Arbeitgeber zurück, das ist toll», sagt der Finanzdienstleister Pätz. Ausserdem arbeitete das Team mit einem Mentaltrainer zusammen. Er ist ein Grund, warum die zweifachen EM-Teilnehmer über mehr Ruhe verfügen als in der Vergangenheit.

Der Olympiaplatz als Ziel

Die Adelbodner wollen an der am 30. März beginnenden WM unter die ersten sechs kommen, was der Schweiz den Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2014 sichert. Selbstredend würden sie diesen Platz selbst beanspruchen.

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