Unihockey
Der unbekanntere Luca Hänni punktet lieber auf dem Feld als auf der Bühne

Der 24-jährige Urdorfer singt nicht so gut wie sein Namensvetter von der letzten DSDS-Staffel, dafür ist er Topskorer beim UHC Limmattal. Am Samstag startet die Rückrunde der 2.Liga.

Annemarie Keusch
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Für Luca Hänni ist Spass genau so wichtig wie Erfolg.

Für Luca Hänni ist Spass genau so wichtig wie Erfolg.

Keusch

Ein Interview mit Luca Hänni. Viele junge Mädchen träumen davon. Doch hierbei handelt es sich nicht um den 18-jährigen Gewinner von Deutschland sucht den Superstar, sondern um den 24-jährigen Topskorer von Unihockey Limmattal. Er lacht und sagt: «Natürlich kenne ich den berühmteren Luca Hänni, jedoch nicht persönlich. Nach seinem Sieg bei DSDS habe ich täglich rund zwanzig Freundschaftsanfragen auf Facebook erhalten.»

Doch die Leidenschaft des Urdorfer Luca Hänni ist nicht die Musik, sondern das Unihockey. Heute (20 Uhr, Spitzacker Urdorf) startet sein Team gegen Olten-Zofingen II in die Rückrunde der 2. Liga. Mit der Vorrunde ist Hänni sehr zufrieden. «Wir könnten zwar noch drei bis sechs Punkte mehr auf dem Konto haben. Aber mit unserem jungen Team sind wir auf dem dritten Tabellenrang sehr gut positioniert», analysiert er.

Hänni ist seit mehr als zwei Jahren im Team von Unihockey Limmattal und gehört darum zu den Routinierteren in der Mannschaft. Im Vorfeld der letzten Saison haben einige Spieler den UHC Limmattal verlassen, darunter auch drei Teamstützen.

Hänni ist geblieben, vor allem weil ihm das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft sehr gut gefällt. «Wir haben ein super Team, mit einer idealen Mischung von erfahrenen und jungen Spielern», erklärt er. In den zweimal wöchentlich stattfindenden Trainings komme allerdings auch der Spass nicht zu kurz. Mit ein paar seiner Teamkollegen hat der 24-Jährige bereits in Juniorenzeiten bei GC zusammengespielt. Der Kern der Mannschaft kennt sich bestens. Hinzu kommen junge Spieler, die neuen Elan, neue Ideen und neue Motivation ins Team bringen.

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Hänni daher in der Zusammensetzung des Teams. Eine weitere Stärke des UHC Limmattal ist deren Offensive. «Wir haben in der Vorrunde die meisten Tore geschossen», freut sich Hänni, der als Topskorer selber einen grossen Teil zu diesem Zwischenerfolg beigetragen hat. «Steigerungspotenzial bietet dagegen die Defensive», weiss Hänni, der an der Universität in Zürich Volkswirtschaftslehre studiert.

Für die Rückrunde hat sich das Team um Luca Hänni vieles vorgenommen. «Wir wollen möglichst lang vorne mitspielen», betont er. Das erstplatzierte Team qualifiziert sich für die Aufstiegsspiele. Doch selbst wenn sich die Limmattaler am Ende der Saison im ersten Rang klassieren würden, müssten sie noch zwei Playoff-Runden überstehen, ehe der Aufstieg in die 1. Liga perfekt wäre. Doch daran mag Luca Hänni (noch) gar nicht denken. «Wir wollen unseren Fokus nicht auf den Aufstieg legen», gibt er an. Natürlich sei ein gewisser Ehrgeiz vorhanden und man wolle möglichst viele Spiele gewinnen. «Wenn es am Schluss der Saison reichen würde, wären wir natürlich auch glücklich. Aber das Hauptziel ist, dass wir sowohl auf individueller Ebene auch als Team einen Schritt vorwärts machen, die jungen Spieler im Herrenkader integrieren und Spass miteinander haben, sowohl im Training als auch an den Spielen», erklärt Hänni. Besonders für die Jungen im Team sei es wichtig, sich langsam nach oben zu arbeiten.

Schritt für Schritt wollen sich Luca Hänni und sein Team in die 1. Liga steigern, gerade konträr zum Plan, der sein Namensvetter im Musikbusiness verfolgt. Welcher Weg nachhaltiger ist, wird sich zeigen.