Jetzt ist er wieder auf dem Damm. Oder besser: wieder auf dem Brett. In Belgrad peilt der Uitiker die Finalqualifikation an, das heisst ein Platz unter den besten 12. «Wenn es gut läuft, ist sogar die Top 10 realistisch», ergänzt er. Starten wird der Gymnasiast vom 1-Meter- und 3-Meter-Brett.

Sein Vorzeige- und Lieblingssprung ist der Delfin vom Einmeterbrett. «Rückwärts Anlauf mit einer Schraube angehängt», erklärt Appenzeller. Auf Touren bringt sich der Limmattaler mit Musik. Electro-Musik. «Ich brauche einfach etwas, das mich pusht. Ruhige Musik geht da gar nicht.» Auf dieses Geheimrezept schwört er auch in Serbien.

Nach der überstandenen Verletzung ist auch die Zuversicht entsprechend gross. «Wenn meine ersten Sprünge sitzen, dann kommt der Wettkampf sicher gut», so das Mitglied vom Verein der Zürcher Wasserspringer.

Nur noch ein Jahr Jugend

Nach der Junioren-EM ist die Spring-Saison beendet. Dann darf sich das Jungtalent nur noch eine Saison mit den Junioren messen. In einem Jahr geht Appenzeller nämlich mit der Elite auf die Bretter. Der 14-fache Schweizer Juniorenmeister weiss, dass sich dann einiges ändern wird. «Es wird eine ganz neue Erfahrung, die ich langsam angehen muss», sagt Appenzeller und fügt an: «das alles ist aber noch sehr weit weg.» Recht hat er. Im Moment ist er einfach nur froh, wieder zurück auf den Brettern zu sein, die seine Welt bedeuten.