Zum ersten Mal überhaupt an einem Turnfest wagte sich der TV Urdorf mit einer gemischten Kombi an den Start. Die Sprung- und Bodenturner führten ihr Programm gemeinsam aus. Noch bevor die Darbietung begann, gab es einen kleinen Wackler in den Reihen der Urdorfer.

Der TV Urdorf am Eidgenössischen Turnfest in Biel

Der TV Urdorf glänzt am Eidgenössischen Turnfest in Biel.

Die Musik war noch nicht erklungen, aber die Turnerin auf den Schultern von Thomas Grob stand nicht mehr ganz so sicher wie am Anfang. «Es dauerte sehr lang, bis die Musik endlich anfing, viel länger hätte ich sie nicht mehr halten können», lacht Grob.

Ein paar kleine Fehler

Ansonsten seien sie sehr zufrieden mit dem Gezeigten. «Ich habe bei mir selber ein paar ganz kleine Fehler bemerkt während der Vorstellung, aber nichts Erwähnenswertes. Allerdings weiss ich natürlich nicht genau, wie es bei den anderen war», sagt Grob.

«Ich habe auch ein gutes Gefühl so kurz nach dem Programm», pflichtet ihm seine Mitturnerin Monika Meienberg zu.

Abwechslungsreiches Programm

Das Programm der Limmattaler bot viele abwechslungsreiche Elemente. Die Turnerinnen mit ihren zwei Turnern schlugen Räder, tanzten, zeigten schöne Figuren und immer alles synchron. Um das alles am Tag X genau so abrufen zu können, war allerdings eine halbjährige Vorbereitung von Nöten.

«Wir haben ungefähr im Januar begonnen, unser heutiges Programm einzuüben», erklärt Meienberg. «Ein Grund dafür ist, das wir nur ein Mal in der Woche zusammen trainieren konnten.»

Die Suche nach den Matten

Und wenn sie dann mal zusammenfanden, bestand das Training zur Hälfte aus Matten zusammentragen. Im Verein sind nicht genug vorhanden, um ein genug grosses Feld zu bauen. «Wir mussten immer aus den umliegenden Gemeinden die Matten ausleihen, aber meist reichte es am Schluss doch nicht ganz, um ein solches Feld wie hier zu haben», sagt Meienberg. «Das erschwert natürlich die Trainingsbedienungen zusätzlich.»

Unter den vielen Turnerinnen fielen die zwei Turner besonders auf. Warum waren nicht mehr am Start? «Es ist sehr schwierig, Männer dafür zu begeistern», schmunzelt Grob. «Eigentlich hätten wir in unserem Verein solche, die das Potenzial dazu haben. Und wir könnten ein paar starke Männer durchaus gebrauchen.»

Einige Urdofer im Sturm

Die Urdofer, welche gestern an den Start gingen, reisten erst am Tag der Vorführung nach Biel. Doch es gab auch einige aus dem Verein, die schon am Donnerstag ans Eidgenössische fuhren, um die Zelte aufzubauen und die dann in den Sturm gerieten. Zum Glück ist nichts passiert.

Reist man nach einem solchen Ereignis mit anderen Gefühlen ans Fest? «Ich habe die Bilder gesehen und war schockiert. Es ist schon ein mulmiges Gefühl gewesen vor der Abreise, aber mittlerweile hat es sich gelegt und wir wollen uns die Stimmung nicht verderben lassen», fügt Grob an.

Der TV Urdorf im einteiligen Vereinswettkampf

Der TV Urdorf im einteiligen Vereinswettkampf