«Die Priorität in meinem Leben ist dann eine andere.» Ein Satz, der keine Hintertür offen lässt, gesprochen von Claude Bruggmann. Der Spielertrainer des Erstligisten HC Dietikon-Urdorf wird Ende Februar/Anfang März zum ersten Mal Vater. Der 34-Jährige will dann für seine Familie da sein, der Handball muss hinten anstehen. Deshalb kann Bruggmann nicht mehr Trainer der Limmattaler sein. Das wird er am kommenden Dienstag Sportchef Dominik Hari mitteilen.

Kein totaler Rücktritt

Der Ex-NLA-Flügel und -Internationale Bruggmann will seinem Stammverein nicht gänzlich den Rücken kehren: «Ein Engagement darf aber nicht mehr von mir abhängig sein, drei Fixtermine pro Woche will ich nicht mehr wahrnehmen», erklärt er. Möglich also, dass er als Spieler weiter zur Verfügung stehen wird. Bis dahin gilt es für ihn, das schlingernde Schiff HCDU in sichere Gewässer zu führen, sprich auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Vor dem heutigen ersten Match gegen die Grasshoppers sagt Bruggmann: «Wir müssen schnellstmöglich punkten, um uns von hinten abzusetzen.» Die Vorbereitung auf die zweite Saisonphase verlief nicht ideal. Nach Wiederaufnahme des Trainings sei der Besuch dessen «nicht sehr gut» gewesen.

Zuletzt habe sich das geändert, auch Raphael Guitton war ein regelmässiger Trainingsgast. «Er sagte mir, er wolle die Saison bis zum Ende durchziehen. Ich hoffe, er hält Wort», ermahnt Bruggmann den Kreisläufer, der im Herbst immer wieder durch Abwesenheit und Unzuverlässigkeit aufgefallen ist.