Die Spieler, die Schiedsrichter, die mitgereisten Fans und die Trainer waren bereit und das Spiel konnte beginnen. Die guten Vorsätze der Limmattaler wurden jedoch mit einem Paukenschlag der Indianer gerade zu Beginn begraben. Es waren drei Minuten gespielt, als Pascal Egloff im Limmattaler-Tor das erste Mal hinter sich greifen musste. Als wäre dies nicht schon genug des Fehlstarts, schlug es eine Minute später schon wieder im Limmattalertor ein. Nach gerade einmal vier Minuten stand es 2:0 für die Schwarzenbacher.

Nicht viel deutete in dieser Phase des Spiels auf einen Sieg der UHL Herren hin. Doch wie schon gegen Brugg im Startspiel, kämpften die Limmattaler weiter und erzielten in der achten Minute durch Gitonga auf Pass von Hänni den ersten Treffer für Limmattal. Wittwer auf Pass von Püntener und Eberle mit einer schönen Einzelaktion drehten in der neunten Minute das Score für Limmattal zum 3:2.  Das Spiel verlief nun ausgeglichen doch die Limmattaler schraubte den Spielstand weiter nach oben. Munter ging es weiter mit dem Tore schiessen, Gitonga auf Ladner, Hunziker mit einem Solo und Püntener auf Benz erzielten die nächsten Tore für den UHL zum Pausenstand von 6:2.

An die gute Form des ersten Drittel anknüpfen

In der Pause wurde diskutiert, aufgezeichnet und gefeilt, damit im zweiten Drittel der Start besser verlaufen wird. Und die Zuschauer schauten nicht schlecht, als Miller auf Pass von Hänni nach nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff das 7:2 für den UHL schoss. Die Indianer waren sichtlich von der Rolle und wussten nicht wie ihnen geschieht. Dies nutzte Ladner auf Zuspiel von Gitonga aus und schoss in der gleichen Minute das scheinbar vorentscheidende 8:2.

Die Euphorie beim UHL war gross, der Frust bei Schwarzenbach sass tief. Wiederum haben die Limmattaler es geschafft, in kurzer Zeit viele Tore zu schiessen. Mit der guten Führung im Rücken, powerten die Herren um Coach Rico Polo nicht mehr ganz so nach vorne und so kam Black Creek in der 27. Minute zu ihrem dritten Treffer an diesem Abend. Doch nur ein paar Zeigerumdrehungen später schoss der an diesem Abend stark aufspielende Gitonga seinen dritten persönlichen Treffer. Es waren bis zur zweiten Pause aber die Indianer, welche mit einem Doppelschlag in der 36. und 37. Minute die letzten Tore im Mitteldrittel zum 9:5 schossen.

Jetzt nur den Sieg nicht mehr aus der Hand geben

Die Diskussionen in der Garderobe waren nun etwas hektischer und die Herren vom UHL schienen sichtlich nervös. Würde man doch die Führung nicht mehr aus der Hand geben, so nahe war man am ersten Sieg gegen Schwarzenbach.

Als sich alle Protagonisten wieder auf dem Feld aufstellten und die Unparteiischen das Spiel freigaben, war klar, jetzt musste in den letzten 20 Minuten eine kämpferische und solide Leistung auf das Feld gebracht werden. Das Spiel wurde nun ruppiger und härter geführt. Black Creek drückte auf das nächste Tor, Limmattal versuchte jenes zu verhindern. In der 50. Minute gelang es dann den Schwarzenbachern den Druck in ein Tor umzuwandeln.

Nur noch 9:6 und noch zehn Minuten zu spielen. Eine hektische und spannende Schlussphase stand bevor. Es gab Chancen auf beiden Seiten und auf Seiten der Indianer wurde der Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Dies brachte nicht die gewünschte Wirkung und so war es Hänni auf Pass von Miller, welcher den wieder in das Tor zurückgekehrte Torhüter der Schwarzenbacher, per Freistoss zum Schlussstand von 10:6 erwischte.

Die Sirene nach 60 Minuten Kampf war auf Seite des UHL Erleichterung pur. Die Spieler waren froh, das zuvor noch nie geschlagene Schwarzenbach besiegt zu haben. Lautstark wurde der langersehnte Sieg von den mitgereisten Fans gefeiert.