Fünfzehn Minuten waren im Zürcher Letzigrund gespielt, als sich der geneigte Zuschauer fragte, wie es bloss möglich ist, so viel pyrotechnisches Material ins Stadion zu schmuggeln. Mario Gavranovic hatte soeben den FC Zürich zur Freude der Südkurve 1:0 in Führung geschossen. Der Rauch vernebelte sogar den Blick auf die strahlkräftige Anzeigetafel. Schiedsrichter Pache liess einige Minuten verstreichen, ehe er die Partie wieder anpfiff.

Unauffällige, aber wichtige Rolle

Selbst wenn auf und neben dem Platz gefeuerwerkt wird: Oliver Buff ist die Ruhe in Person. Er ist der defensivste Mittelfeldspieler im 3-5-2-System von FCZ-Trainer Urs Meier. Der U17-Weltmeister spielt im besten Team der Rückrunde einen unauffälligen, aber wichtigen Part. So auch gestern gegen den Stadtrivalen. «Irgendwann hat es beim ihm ‹klick› gemacht», sagt Trainer Meier über Buffs Leistungskurve der letzten Monate.

Den Sieg ins Trockene gebracht

Zur Pause führte der FCZ gegen GC 2:0. Ebenso unaufgeregt wie im Spiel gibt sich Buff im Pauseninterview. «Wir führen 2:0. Das ist im Moment das Wichtigste. Wir müssen einfach so weiterspielen», sagt der bald 22-Jährige. Seine Teamkollegen folgen seinem Rat. Das 3:0 durch Doppeltorschütze Gavranovic in der 60. Minute ist die Entscheidung, das 1:3 durch GCs Dabbur mag am klaren Verdikt nichts mehr ändern. Buff und seine Mitspieler bringen den Sieg im Dauerregen ins Trockene. Selbst die gelbe Karte nach einem taktischen Foul an Toko (83. Minute) nimmt Buff mit stoischer Ruhe hin. Mit klaren Handzeichen dirigiert der Geroldswiler seine Mitspieler bis zum Schlusspfiff.