Curling

Der letzte Stein zerstört die Titelhoffnungen

«Fahnenflüchtig»: Alina Pätz gewinnt gegen Limmattal. rubu/archiv

«Fahnenflüchtig»: Alina Pätz gewinnt gegen Limmattal. rubu/archiv

Die Limmattaler Juniorinnen verpassen die Playoffs im Zusatzend. 20 Zentimeter brachten die Entscheidung. Hätten die Curlerinnen von Limmattal-Dübendorf etwas weniger gewischt, hätte der Stein von Skip Kerstin Köster wohl gepasst.

Coach Arturo Imhof will den Mädchen aber nichts vorwerfen: «Sie haben brillant gespielt und haben gezeigt, dass sie über das nötige Potenzial verfügen. Noch etwas mehr Routine und sie können ganz vorne mitmischen.»

Ein Versprechen für die Zukunft

Erst im Zusatzend der siebten Runde der Schweizer Meisterschaft der Juniorinnen war Endstation. Der an diesem Abend in Bern zu starke Gegner kam aus Basel, war bereits Schweizer Meister und ist es auch jetzt wieder. Trotzdem: Die Limmattalerinnen forderten den Qualifikationssieger und haben gezeigt, dass sie es mit den besten aufnehmen können. In der Runde am Morgen besiegten sie die Mädchen aus Biel, die später auf dem dritten Rang landeten. Eine Woche davor gewannen sie gar gegen die Genferinnen, die Vize-Meister wurden. Mit einem Punkt aus der letzten Begegnung wäre man im Tiebreak gestanden und hätte sich für die Playoffs qualifizieren können.

Natürlich waren die Spielerinnen enttäuscht, gerade weil sie wussten, wie knapp sie an der Qualifikation vorbeischlitterten. Doch ihr Coach Arturo Imhof, der sonst die Junioren trainiert und am Freitag Juniorinnen-Trainer Hubert Pätz vertrat, blickt bereits in die Zukunft: «Die älteren Mädchen haben Jahrgang 1991. Sie können also alle in einem Jahr noch einmal antreten und werden dann noch besser sein.»

Eine Limmattalerin fährt zur WM

Eine regionale Vertreterin darf sich trotzdem Schweizer Meisterin nennen: Die Urdorferin Alina Pätz, die aus dem Curling Club Limmattal stammt und sonst in der ersten Frauenmannschaft der Grasshoppers als Third spielt, ist Basels fünfte Spielerin. Da die nationalen Titelträgerinnen die Schweiz an den Junioren-Weltmeisterschaften Anfang März im schottischen Perth vertreten werden, wird auch sie auf die Insel fliegen. Die 20-Jährige wird im Februar intensiv mit ihren Teamkolleginnen trainieren, um für einen allfälligen Einsatz als «Alternate» bereit zu sein. Da die Baslerinnen im letzten Jahr an der WM den unglücklichen vierten Rang belegten, kann in diesem Jahr nur das Podest das Ziel sein.

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