Fussball
Der letzte Schliff wartet auf den FC Urdorf

Dietikon trainiert für den Start in die Rückrunde in zwei Wochen. Die Limmattaler Zweitligisten treten am 26. März mit vier neuen Spielern auf den Rasen.

Raphael Biermayr
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Tomo Barlecaj (rechts) und Mustafa Sejmenovic kämpfen um den Ball

Tomo Barlecaj (rechts) und Mustafa Sejmenovic kämpfen um den Ball

Keystone

«Tagelanger Regen und überschwemmte Plätze.» Wer Dietikons Spielertrainer Goran Ivelj davon reden hört, denkt unweigerlich an Bilder von der Heimstätte des Vereins, die sich im Herbst regelmässig in ein Sumpfgebiet verwandelt. Doch diesmal bezieht sich die Beschreibung Iveljs auf die Verhältnisse im Trainingslager. «Es regnete so stark, dass ich auf taktische Übungen auf dem Platz verzichtete, weil sonst die Gefahr bestand, dass sich die Spieler erkälten könnten», führt Ivelj aus.

Doch der Wintermeister der 2.Liga habe sich die an sich gute Laune nicht verregnen lassen. «Alles in allem war es eine gute Sache, die Mannschaft hat konzentriert gearbeitet.» Neuzuzug Tomo Barlecaj, Adnand Mustafi und Durim Bunjaku waren aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei. Mustafi, der überragende Akteur der Vorrunde, unterzog sich einer Meniskusoperation. Wann er wieder dabei sein kann, sei gemäss Goran Ivelj zum jetzigen Zeitpunkt unsicher.

Fünf neue im FC Urdorf

In der Offensive weht ein stärkerer Wind beim FCD, der bereits in der Hinserie die grösste Torausbeute aufwies (32 Tore in 13 Partien). Mit Barlecaj, einem von vier Neuen, sei Iveljs Wunschspieler verpflichtet worden. Der frühere Winterthurer, dessen Engagement an eine Arbeitsstelle gekoppelt ist, warte gemäss Ivelj noch auf sein Arbeitsvisum, sei aber bereits spielberechtigt. Der FCD startet am 26. März in Affoltern am Albis in die Rückrunde.

Der FC Urdorf präsentiert fünf Neue. Von Wettswil-Bonstetten kam Andrus Pimienta, aus dem Dietiker Nachwuchs Bruno Frei, Andrea Pasinelli, von YF Juventus Mate Batur und mit dem Letztgenannten von Viertligist Hajduk ein alter Bekannter – Sime Batur. Dieser verliess die «Stiere» im Dezember 2009 nicht ohne Nebengeräusche in Richtung Dietikon, wo sich der «Sechser» aber nicht durchsetzen konnte.

Sime Batur wieder in Urdorf

Es ist Baturs zweite Rückkehr auf das Chlösterli, nachdem er während der Rückrunde 2008/09 vergeblich in Wettingen Fuss zu fassen versucht hatte. «Es gab bezüglich Baturs erneuter Verpflichtung kritische Stimmen im Verein. Die Dinge von früher sind mittlerweile erledigt», sagt FCU-Trainer Röbi Rhiner dazu.

Er ist froh, mit Sime Batur und Pimienta zwei zusätzliche Akteure mit Erfahrung in der 2. Liga im Kader zu wissen. Zudem: «In der Vorrunde hatten wir fünf, sechs Spieler, die 30 Jahre oder älter sind. Der Rest war 21 Jahre alt oder jünger. Mit den beiden rund 25-Jährigen schliesst sich die Lücke», erklärt Rhiner, der noch nach einem zweiten Torhüter Ausschau hält.

Nicht mehr in Urdorf sind Dzaferi (nach eigenen Angaben bei United Zürich), Rittener (Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen), Kaufmann (Pause aus beruflichen Gründen) sowie, wie bereits vermeldet, Alfare wegen Rückenproblemen.

Nach dem Trainingslager auf Gran Canaria vor einem Monat haben die «Stiere» nicht mehr auf Rasen trainiert. Sind erhielten Asyl auf dem Allwetterplatz in Dietikon. «Andere Teams konnten auch nicht auf Naturrasen trainieren», sagt Rhiner trotzig. Für den FCU beginnt die Rückrunde am 26. März gegen Kilchberg.