Handball
Der Höhenflug von Dietikon-Urdorf hält auch gegen Appenzell an

Die Handballer von HC Dietikon-Urdorf schlagen in einer umkämpften 1.-Liga-Partie den Tabellenzweiten TV Appenzell mit 28:26. Damit setzt Dietikon-Urdorf seinen Aufwärtstrend fort.

Michel Sutter
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Oliver Anderegg gegen Appenzell-Goalie Andreas Masina. Christian Boss

Oliver Anderegg gegen Appenzell-Goalie Andreas Masina. Christian Boss

Es passte, dass ausgerechnet Oliver Anderegg das letzte und entscheidende Tor zum 28:22 für das Heimteam schoss. Anderegg hatte mit seinen insgesamt acht Treffern gegen Appenzell wesentlichen Anteil am Sieg von Dietikon-Urdorf. «Er hat toll gespielt», meinte Claude Bruggmann, der Trainer der Limmattaler. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass Anderegg nur aufgrund der Absenz von Christian Hilkinger in der Startformation stand.

Doch bevor Anderegg in der Schlussphase das 28. Tor der Hausherren erzielte und sie damit endgültig auf die Siegesstrasse brachte, musste Dietikon-Urdorf unten durch. Vor allem in der ersten Halbzeit. Dreimal lagen die Limmattaler in der ersten Hälfte in Führung, zuletzt mit 4:3. Danach mussten sie bis zur Pause einem Rückstand hinterherrennen. Zwar konnten sich die Appenzeller nie entscheidend absetzen. Doch für Dietikon-Urdorf wurde die Partie zum Nervenspiel. «Wir haben in der Offensive viele Bälle verhauen und Chancen nicht genutzt», erklärte Bruggmann. Damit meinte er unter anderem zwei Pfostenschüsse von Tarek Grendelmeier und auch Daniel Imhof, der einen Siebenmeter ans Gehäuse ballerte. Trotzdem, so Bruggmann, sei er mit der Leistung seiner Mannschaft im ersten Durchgang zufrieden gewesen: «Man darf nicht vergessen, dass wir gegen den Tabellenzweiten gespielt haben.»

Starker Torhüter

Nach der Pause passte Bruggmann seine Taktik dem Gegner an: Appenzells Raphael Neff, den die Limmattaler in den ersten 30 Spielminuten nicht im Griff gehabt hatten, wurde nun ständig von Daniel Imhof gedeckt, egal, auf welche Seite er auswich. Und siehe da: Plötzlich konnte Dietikon-Urdorf den Rückstand aufholen und eine Viertelstunde vor Schluss gar erstmals wieder in Führung gehen.

Kurz darauf kassierte Tobias Sutter eine Zweiminutenstrafe. Es war nicht die erste Überzahlsituation für Dietikon-Urdorf an diesem Abend, doch es war die erste, in welcher die Limmattaler mehr als zwei Tore schiessen und damit ihren Vorsprung ausbauen konnten. Hinzu kam, dass Torhüter Josip Katicic in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung zeigte und eine Appenzeller Chance nach der anderen zunichte machte. Dass Appenzell in der Schlussphase noch bis auf zwei Tore herankam, störte Bruggmann nicht. «Klar hätten wir lieber mit einem grösseren Abstand gewonnen», meinte er. «Aber ich glaube, wir haben uns diesen Sieg verdient.»

Damit setzt Dietikon-Urdorf seinen Aufwärtstrend fort. Nachdem Bruggmanns Team sechs Niederlagen in Folge kassierte, hat man nun mit dem Auswärtssieg in St. Gallen und dem jetzigen Heimsieg sich etwas Luft gegen das Tabellenende verschafft.