Handball
Der HCDU verliert das Schicksalsspiel gegen GC Amicitia

Nach der 23:24-Niederlage steht die neuerliche Teilnahme der Limmattaler an der Abstiegsrunde in der 1. Liga so gut wie fest. In den Schlussminuten in der Saalsporthalle vergaben sie zahlreiche Chancen auf den Ausgleich.

Raphael Biermayr
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HCDU-Goalie Andreas Regner fischt einen weiteren Ball aus den Maschen.

HCDU-Goalie Andreas Regner fischt einen weiteren Ball aus den Maschen.

bier

Über fünf Minuten 24:23 steht nach 54:27 Minuten auf der Anzeigetafel. Dietikon-Urdorfs Daniel Imhof hat gerade eine der wenigen Lücken gefunden. Als die Schlusssirene erklingt, steht es immer noch 24:23.

Weder Imhof noch seine Teamkollegen noch die Gegner von GC Amicitia haben während über fünfeinhalb Minuten ein weiteres Tor erzielt. Das ist bemerkenswert. Einerseits, weil sich das im Handball selten ereignet, zumal auf diesem Niveau. Andererseits, weil es das letztlich sinnlose Anrennen der Limmattaler in diesem Schicksalsmatch brutal unterstreicht.

Nur im Falle eines Sieges hätte sich für den HCDU eine realistische Chance eröffnet, den Klassenverbleib auf direktem Weg zu schaffen. So aber müsste ihm wegen seines um 33 Tore schlechteren Torverhältnisses im Vergleich zum nächsten und letzten Qualifikationsgegner Romanshorn ein Exploit sondergleich gelingen.

Es gibt nichts, das gegenwärtig für dieses Szenario spricht. So sieht es vielmehr danach aus, dass der HCDU wie schon im Vorjahr in der Abstiegsrunde gegen fünf weitere Mannschaften um die letzten Plätze in der 1. Liga spielt. Als sicherer Teilnehmer steht erst der Berner Verein Ins aus der Gruppe 3 fest.

Als zweites Team aus jener Gruppe zeichnet sich Visp ab. Die Walliser sind wegen ihrer abgeschiedenen Lage für jeden Verein ein Albtraumgegner. Von Dietikon aus dauert die Reise per Car pro Weg etwa dreieinhalb Stunden. «Das wäre die Strafe dafür, dass wir die Saison nicht früher beendet hätten», sagt Karsten Hackel.