Handball
Der HCDU schiesst Appenzell aus dessen eigener Halle

Der TV Appenzell liegt dem HC Dietikon-Urdorf offenkundig. Nachdem sie in der ersten Begegnung der Saison bereits 39 Treffer erzielt hatten, gelangen den Limmattalern im zweiten Aufeinandertreffen deren 34.

Martin Kradolfer
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Yves Barben (am Ball) wird von Trainer Karsten Hackel hervorgehoben.

Yves Barben (am Ball) wird von Trainer Karsten Hackel hervorgehoben.

Rainer Sommerhalder

Bereits zum sechsten Mal in der laufen Spielzeit erzielte der HCDU 30 oder mehr Tore. Zehn davon gingen diesmal auf das Konto von Daniel Burla. Der beste Werfer seiner Mannschaft sprach am Ende von einem «geilen Fight. Appenzell kam nicht zu Recht mit unserem Tempohandball.»

Entscheidend war für Burla, dass dank einer konsequenten Manndeckung von der ersten bis zu letzten Minute der Appenzeller Topskorer Fabia Neff nie ins Spiel kam und am Ende nur zwei Treffer erzielte. HCDU-Trainer Karsten Hackel freute sich, dass seine Mannschaft - auch wegen Problemen bei Appenzell in der Rückwärtsbewegung – viele Gegenstosstore erzielte und strich den guten Lauf Equipe heraus, denn in Appenzell zu gewinnen, sei nicht leicht.

Die Neffs sind abgemeldet

Unter anderem war er von der sehr guten Leistung von Yves Barben angetan. Auch er bezeichnete die Tatsache, dass Dietikon-Urdorf die Gebrüder Neff gut im Griff hatten, als mitentscheidend. Denn auch Raphael Neff konnte sich nicht so gut entfallen wie auch schon. Dies wohl auch, weil er nicht die gewohnten Spieler um sich hatte. Sein Bruder wurde aus dem Spiel genommen, und in der zweiten Hälfte konnte Stefan Metzler wegen einer Hirnerschütterung nicht mehr eingreifen.

Die Limmattaler gingen rasch mit 2:0 in Führung. Dann steigerten sich aber die Innerrhoder, die über einen exzellenten Torwart Christian Geisser und in Ramon Hörler einen ausgezeichneten Torschützen (14 Treffer) verfügten. Die Gastgeber erzielten vier Treffer in Folge und führten später noch mit 6:4. Aber nach dem Ausgleich zum 6:6 in der 11. Minute geriet Dietikon-Urdorf nie mehr in Rückstand.

Etwas Spannung am Ende

Bis zur Pause gelang es ihm, den Vorsprung gar auf vier Tore Differenz auszubauen. Auch in der zweiten Halbzeit gelang es den Gästen, immer einen Vorsprung zu verteidigen. Dies, obwohl die Appenzeller, die nunetwas besser verteidigten, dreimal bis auf ein Tor herankamen. Der HCDU konnte sich jeweils im richtigen Moment wieder steigern.

Gegen Ende der Begegnungen verhängten das Schiedsrichterduo immer mehr Zwei-Minuten-Strafen, sodass beide Teams oft in Unterzahl spielten. Nach dem die Gäste Appenzell nach 55 Minuten nochmals auf 27:29 herankommen gelassen hatten, hiess es in der letzten Minute dann aber 33:27 für die Limmattaler - die Entscheidung war endgültig gefallen.

Dank des fünften Saisonsiegs rückt der HCDU auf den achten Platz vor und hält Kontakt zum oberen Mittelfeld: Das viertplatzierte Uster ist nur gerade vier Zähler entfernt.

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