Als die Schlusssirene ertönt, gratulieren sich die Spieler des HC Dietikon-Urdorf II gegenseitig zum Sieg. Bereits am Samstag haben sie gegen Wetzikon mit 32:18 gewonnen, nun haben sie auch Effretikon geschlagen. Mit zwei Siegen in zwei Spielen haben die Limmattaler damit an diesem Wochenende das Optimum herausgeholt und stehen an der Spitze der Tabelle der Auf-/Abstiegsrunde.

Entsprechend erleichtert ist Trainer Pascal Haller. «Der grosse Druck ist weg», stellt er fest und lobt sein Team, das eine starke Mannschaftsleistung gezeigt habe. «Wären wir immer so konzentriert zu Werke gegangen, wären wir wohl gar nicht erst in diese Situation geraten».

Haller ist aber nicht nur auf die Leistung seines Teams stolz, sondern auch auf dessen Einstellung. «Jeder wusste, worum es geht», erklärt er. «Das hat man schon im Training gespürt.» Seine Mannschaft habe gemerkt, dass sie jetzt reagieren müsse. Während der Saison sei das nicht immer so gewesen: «Wir spielen in der zweiten Liga. Da geht man halt manchmal in ein Spiel hinein und sieht mal, was passiert.»

Der Wille zum Sieg

Nicht so gegen Effretikon. Von Anfang an macht Dietikon-Urdorf Druck, kämpft um die Bälle, setzt nach - kurz: Es zeigt den Willen, den nächsten Sieg einzufahren. Doch bis zur 20. Spielminute ist die Partie ausgeglichen. Dietikon-Urdorf geht zwar immer wieder in Front, doch Effretikon zieht nach. Erst danach setzen sich die Limmattaler langsam ab. Und in der zweiten Hälfte wächst der Vorsprung bisweilen auf bis zu elf Toren. Die Gastgeber haben das Spiel jederzeit im Griff.

Warum nicht immer so, mag man sich als Zuschauer fragen. Braucht Hallers Mannschaft etwa diesen Druck, um eine Topleistung abrufen zu können? Der Trainer lacht. «Ja, das Team muss offenbar unter Druck stehen», sagt er. «Aber wenn man weiss, wie viel Potenzial in dieser Mannschaft steckt, wäre es schön, wenn man das auch anders lösen könnte.»

Während Haller spricht, bereiten sich Wetzikon und Glarus auf ihre Partie vor. Jene Partie, die Wetzikon später für sich entscheiden und damit den Ligaverbleib der Limmattaler endgültig besiegeln sollte. Das kann Haller aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.

Gratulationen für die Ligaqualifikation nimmt er daher noch keine entgegen. «Wir haben die Garantie erst, wenn die letzte Partie gespielt ist», erklärt er nüchtern. «Und dann wird auch gefeiert.» Das dürfte jetzt der Fall sein.