Handball

Der HC Dietikon-Urdorf setzt den Aufwärtstrend fort

HCDU-Abwehrbollwerk: Daniel Imhof (10),Stefan Senn (2), Rcardo Rüegg (34) und Andreas Jenni (9).

HCDU-Abwehrbollwerk: Daniel Imhof (10),Stefan Senn (2), Rcardo Rüegg (34) und Andreas Jenni (9).

Dank einer starken Defensivleistung gewann der HCDU in der 1. Liga beim TV Uster 23:15 (12:10) – trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Ricardo Rüegg.

Als Tabellenschlusslicht lebt es sich normalerweise etwas ungemütlich. Nicht so beim HC Dietikon-Urdorf. «Bei uns wird man nicht gleich nervös, nur weil man zu Beginn der Saison noch keine Punkte auf dem Konto hat», sagt Sascha Schoenholzer. Dennoch gibt auch der Trainer zu, dass die Zeit der Ausreden nun langsam vorbei sei. Deshalb fuhr der HCDU gestern nicht ganz ohne Druck nach Uster – nach dem Sieg gegen GC Amicitia und der knappen Niederlage gegen Leader Horgen aber auch nicht ganz ohne Selbstvertrauen. «Die Körpersprache meiner Spieler ist viel positiver», stellt Schoenholzer fest.

Den guten Start der Ustemer steckte der HCDU gut weg und fand in der Folge zu einer leichten Dominanz. Die 12:10-Pausenführung der Gäste war die logische Konsequenz daraus. Doch zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte für die Limmattaler ein Schock. Nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler blieb Ricardo Rüegg stark blutend am Boden liegen. Die Platzwunde an der Nasenwurzel schmerzte den Rückraumspieler zwar nicht gross, doch Rüegg musste zum Nähen ins Spital gefahren werden.

Starker Defensivverbund

Das Tabellen-Schlusslicht verkraftete diesen Verlust aber gut. «Erstaunlich gut», wie Schoenholzer erfreut feststellte. In der sehr soliden Abwehr kompensierten Stefan Senn und Daniel Imhof den Abwehrrecken mit grossem Einsatz. Und im Angriff, dem Sorgenkind der Dietiker in der laufenden Saison, war vor allem Andreas Jenni mit seinen Würfen erfolgreich. Die jungen Spieler des TV Uster wurden dadurch verunsichert und warfen aus immer aussichtsloseren Situationen auf das HCDU-Tor. Doch die nur 15 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. «Die Verteidigung und die Torhüter haben sehr gut gespielt», lobt Schoenholzer.

Mit diesem Erfolg hat sich der HCDU Luft verschafft. «Es ist psychologisch wichtig, dass wir nicht mehr auf einem Abstiegsplatz sind», sagt Schoenholzer, «wir sind schon länger auf dem richtigen Weg, aber jetzt holen wir auch die Punkte.» Mit vier Zählern aus den letzten drei Spielen zeigt die Leistungskurve deutlich nach oben. Insofern ist es gut, hat der HCDU noch drei weitere Spiele vor der Weihnachtspause.

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