Handball
Der HC Dietikon-Urdorf schafft den Klassenerhalt trotz schlechter Leistung

In der zweitletzten Meisterschaftsrunde zeigen die Limmattaler ihre schlechteste Leistung der Saison und verlieren in Wohlen gleich mit 32:18. Dank dem 27:26-Sieg des TSV Frick über die SG Pilatus kann der HCDU aber nicht mehr von Rang 8 verdrängt werden.

Alessandro Crippa
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In der zweitletzten Meisterschaftsrunde zeigen die Limmattaler ihre schlechteste Leistung der Saison und verlieren in Wohlen gleich mit 32:18 (Archivbild).

In der zweitletzten Meisterschaftsrunde zeigen die Limmattaler ihre schlechteste Leistung der Saison und verlieren in Wohlen gleich mit 32:18 (Archivbild).

fotojaus.ch

Zwar hatte sich der HC Dietikon-Urdorf für das Auswärtsspiel im Aargau viel vorgenommen, doch gelingen wollte nur in den ersten paar Minuten etwas. Affentranger und Burla brachten den HCDU zweimal in Führung, doch nach drei Minuten war es dann aber auch schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit.

Wohlen zog sein schnelles und schnörkelloses Spiel auf, mit dem es zunehmend erfolgreich war. Die Abwehr der Gäste stand mehr als einmal zu schlecht und zu wenig organisiert, als dass sie einen Gegentreffer hätte verhindern können.

Gegentreffer verhinderte dafür Sascha Rudi. Der Wohler Schlussmann machte mehr als eine Topchance der Gäste zunichte und sorgte dafür, dass Dietikon-Urdorf auch in einer zwischenzeitlichen Schwächephase Wohlens nicht näher als bis auf drei Tore herankam. Bis zur Pause musste Rudi nur achtmal hinter sich greifen, sein Antipode Katicic hingegen nahm 14 Gegentreffer hin, Wohlen führte komfortabel.

Kein guter Nachmittag in vielerlei Hinsicht

Nach der Pause startete zwar Dietikon-Urdorf mit einem Treffer Wüthrichs, aber danach wollte wieder nicht viel gelingen. Sogar der etwas weniger agile Shooter Sprenger lief durch die Limmattaler Abwehrreihen, als wäre es das Einfachste der Welt. Bis auf zwei Würfe, einer davon war ein Siebenmeter, verwandelte er sicher. Die beiden Torhüter der Gäste wurden mehr als einmal von ihren Vorderleuten im Stich gelassen und hatten so wenig Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Das Spiel nahm in der Folge einen logischen Verlauf, Dietikon-Urdorf wollte weiterhin nicht viel Zusammenhängendes gelingen, Wohlen hingegen lief seine Gegenstösse permanent wie auch konsequent. Der Captain, Manuel Frey, kam wieder zu einfachen Toren und hat nun 129 Treffer auf seinem Konto. Damit liegt er genau vor den Topskorern des HCDU, Jonas Affentranger und Francesco Biffiger, die 124 bzw. 123 Mal einnetzten. Ihnen beiden wollte an diesem Nachmittag. Das alleine wäre nicht so schlimm gewesen, doch es konnte keiner ihrer Teamkollegen in die Bresche springen. Der HCDU versagte am Samstag als Kollektiv.

Am Ende feierte Handball Wohlen einen ungefährdeten 32:18-Sieg gegen den HC Dietikon-Urdorf. Die Bünztaler haben weiterhin eine Chance, die Aufstiegsspiele zu erreichen, aber nur, wenn ihnen der HCDU am Samstag "hilft" und die momentan zweiplatzierten Oltner schlägt. Gegen die jungen Solothurner muss aber wieder viel mehr Aggressivität und auch Kaltschnäuzigkeit an den Tag gelegt werden, damit etwas erreicht werden kann.

Der Dank an den TSV Frick

Freuen konnte man sich aber dann doch noch. Um 20.32 Uhr war es so weit. Auf der Internetseite des Schweizerischen Handballverbandes war das Resultat vom Spiel Frick gegen Pilatus aufgeschaltet. Und siehe da: Der TSV Frick, der eigentliche Underdog dieser Partie, gewann dieses Spiel. Äusserst knapp, aber er gewann, mit 27:26. Somit liegt der HCDU weiterhin mit 18 Punkten auf dem 8. Platz, drei Punkte vor der SG Pilatus. Diese drei Punkte können die Luzerner nun in der verbleibenden Partie nicht mehr aufholen.

Dramatisch steht es trotz der zwei am Samstag erungenen Punkte um den TSV Frick. Nun sind die Nordwestaargauer zwar wieder vor dem Kantonsrivalen TV Muri klassiert. Doch dieser spielt am Samstag zu Hause gegen die SG Magden/Möhlin, die auch nach 21 Spielen noch keine Punkte auf dem Konto hat. Man darf damit rechnen, dass der TVM den Sieg einfährt, was Frick wiederum stark unter Druck setzt. Das letzte Spiel wird nämlich alles andere als ein Selbstläufer, die Fricker sind in Einsiedeln zu Gast, das in der Rückrunde zu alter Stärke zurückgefunden hat. Kämpft Frick aber wieder so aufopfernd wie vor einigen Wochen gegen den HCDU liegt im Klosterdorf sicher etwas drin. Das Drama um den letzten Direktabsteiger ist also vorprogrammiert. Wer direkt in die 2. Liga muss, steht am Samstag um circa 17.20 Uhr fest.