Handball 1. Liga
Der HC Dietikon-Urdorf erspielt sich minimale Vorteile

Die Handballer des HC Dietikon-Urdorf dürfen weiter hoffen, auch nächste Saison in der 1. Liga zu spielen. Das Barrage-Hinspiel gegen Wacker Thun II gewinnen sie mit 24:22 (13:11).

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Thierry Delay (am Ball) erzielte zwei Tore, Francesco Biffiger (links) deren sechs.

Thierry Delay (am Ball) erzielte zwei Tore, Francesco Biffiger (links) deren sechs.

Michel Sutter

Zum ersten Mal in dieser Saison durfte sich der HCDU über eine tolle Kulisse an einem Heimspiel freuen. Der zuvor durchgeführte Sponsorenevent lockte viele Zuschauer - darunter allen voran Kinder - an, die für eine fantastische Atmosphäre sorgten.

Mit Vorsprung in die Pause

Und das Heimteam liess sich davon tragen. Die erste Halbzeit war grundsolid, man lag praktisch immer in Führung. Zwar blieb Wacker Thun immer dran, doch der HCDU befand sich im Vorteil. Die erste Garde hatte einen starken Tag eingezogen, Jan Sedlacek sah keinen Anlass, an dieser Aufstellung etwas zu ändern. Das Pausenresultat von 13:11 stimmte deshalb auch positiv für den weiteren Verlauf der Partie.

Dietiker Schwächephase und die Steigerung danach

Doch kaum hatte der zweite Umgang begonnen, war es mit der Herrlichkeit vorbei. Wacker Thun legte nach dem Tee los wie die Feuerwehr und ging mit 15:16 in Führung. Knapp sechs Minuten waren da gespielt.

Ein gehaltener Siebenmeter von HCDU-Torhüter Alessandro Crippa beim Stand von 16:17 liess die Stimmung und die Hoffnung wieder aufkeimen.

Die Defensive zeigte sich wieder konzentrierter und auch die Einwechslung des erfahrenen Markus Blättler machte sich bezahlt. Dass man in denn restlichen 24 Minuten nur noch sechs Tore bekam, spricht dabei wohl für sich.

Thun kommt zurück

Das Heimteam raffte sich auf und riss das Spieldiktat wieder an sich. Auch in doppelter Unterzahl gelang ein Tor, Thun schien derweil den Faden zu verlieren und den Anschluss zu verpassen.

Wie man aber bereits vor dem Spiel erfahren hatte, sind die Berner Oberländer als Kämpfer bekannt. Und dann zeigten sie ihrerseits ihre Qualitäten noch einmal. In den letzten fünf Minuten kassierten sie keinen Gegentreffer mehr, netzte selber aber noch dreimal ein.

Rückspiel am Samstag

So ging das Spiel mit 24:22 aus, mit Dietikon-Urdorf als verdientem Sieger. Aber für das Rückspiel - und das ist allen Beteiligten bewusst - liegt noch alles drin. Nur schon die kleinste Schwächephase könnte schlussendlich den Ausschlag über Ligaerhalt und Abstieg geben.

Dass beide Mannschaften in der 1. Liga bleiben wollen, hat man am Samstag gesehen. Am Schluss wird es aber nur eine schaffen. Wer das sein wird, kommt am Samstag, ab 15 Uhr in der Thuner Lachenhalle aus. Und wie in der Vorschau des ersten Spiels geschrieben, gilt auch jetzt noch: es geht um alles oder nichts. (pd/acr)

HCDU mit:

Crippa (1. - 60.) / Agarkov; F. Biffiger (6/2), Blättler, Brandt, Burla (7), A. Dealy (2), T. Delay (2), Grendelmeier, Jossi, Michalko (3), Röthlisberger, Schoenholzer, Wüthrich (4).