Triathlon
Der «graue Wolf» vom Tri Team will es nochmals wissen

Jürg Mallepell kämpft um seine zweite Teilnahme am Ironman Hawaii nach dem Jahr 2004. Der 60-Jährige ragt aus dem starken Kollektiv des Tri Teams Limmattal in der ersten Saisonhälfte heraus.

Jan Arnet
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Jürg Mallepell liebäugelt mit einem Start am Ironman Hawaii.

Jürg Mallepell liebäugelt mit einem Start am Ironman Hawaii.

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Kaum ein Sprichwort passt besser zur Ausdauersportart Triathlon. Das Tri Team Limmattal hat in der ersten Saisonhälfte gut gekämpft und darf dementsprechend zufrieden sein.

Zu den bisherigen Höhepunkten zählen sicherlich die Siege des Kilchbergers Max Schneble (34) in der Shortdistanz in Frauenfeld und der Dietikerin Sonja Blum (41) beim Halbdistanz Triathlon im italienischen Rimini. «Neben den erfolgreichen Resultaten sind wir auch froh, dass wir keine Verletzungen zu bekunden hatten. Alle Starts konnten abgeschlossen werden», freut sich Karen Kleiner, Präsidentin des Tri Team Limmattal.

Zum Junianfang starteten mit Tobias Schoen, Et Lam, Thomas Mettler, Ljubomir Milivojevic, Jörg Leimgruber, Jürg Mallepell und Barbara Kuster gleich sieben ihrer Athleten am Halbironman in Rapperswil.

Kleiner weiss, dass fünf davon die Halbdistanz unter anderem auch als Vorbereitung für das Saisonhighlight, den Ironman Zürich, nutzten. «Vier dieser Athleten werden Ende Juli den Ironman bestreiten. Da nützt ein Rennen auf der Halbdistanz als gute Vorbereitung.»

Mallepell hofft auf Exploit

Der Fünfte im Bunde ist Jürg Mallepell. Der 60-jährige erreichte in Rapperswil-Jona, seinem ersten Rennen der laufenden Saison, den 2. Rang in seiner Altersklasse und zeigte, dass er bereit ist für weitere Aufgaben.

Sein grosses Ziel ist die zweite Qualifikation für den Ironman in Hawaii. Um dies zu erreichen, braucht er allerdings nicht weniger als einen Sieg beim Ironman in Frankfurt am 6. Juli. «Der 2. Rang in Rapperswil zeigte mir, dass ich bereit bin für Frankfurt. Da ich mich nicht komplett auspumpen wollte, hatte ich beim Zieleinlauf noch einige Kraftreserven. In Frankfurt darf ich mich aber mit einer soliden Leistung nicht zufrieden geben, sondern muss bis ans Limit gehen, um gewinnen zu können», ist sich der Urdorfer bewusst.

Zweite Teilnahme lockt

«Ich muss eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Da ich mich in den letzten Jahren stets verbessern konnte, ist dies durchaus realistisch.» Im Jahr 2004 konnte sich Mallepell schon einmal für den Ironman in Hawaii qualifizieren.

Um in Frankfurt zu gewinnen und sich somit ein Hawaii-Ticket zu sichern, ist die Vorbereitung darauf entscheidend, weiss der «graue Wolf». «Ich habe knapp einen Monat Zeit, um mich zu erholen. Nur wenn ich dieses Niveau halten kann, ist ein Triumph in Frankfurt möglich.»