Militärsport

Der Geroldswiler Hansruedi Rauber hat in vier Tagen 160 Kilometer abegspult

«Viermal 40 Kilometer ist nicht nichts», sagt Hansruedi Rauber im Ziel. CME

«Viermal 40 Kilometer ist nicht nichts», sagt Hansruedi Rauber im Ziel. CME

Zum siebten Mal reiste Hansruedi Rauber ins holländische Nijmegen und hat mit seinen Kameraden der «Holland Marschgruppe SVMLT» gemeistert. In insgesamt vier Tagen hat der Geroldswiler 160 Kilometer abgespult.

Nur schon 40 Kilometer zu laufen, wäre wohl für viele eine Herausforderung. Hansruedi Rauber aber wird dann erst warm. Insgesamt 160 Kilometer hat der Geroldswiler in vier Tagen abgespult.

Die Strapazen sind ihm anzusehen, dennoch umspielt ein fröhlich stolzes Lächeln seine Lippen. «Viermal 40 Kilometer ist nicht nichts», meint er, «dies fordert körperlich schon heraus.»

Schon zum siebten Mal reiste er ins holländische Nijmegen und hat mit seinen Kameraden der «Holland Marschgruppe SVMLT» die traditionsreiche Herausforderung erfolgreich gemeistert. «Es ist wie ein Virus», versucht er seine Begeisterung für den Marsch in Worte zu fassen, «man muss es selbst erlebt haben, um es verstehen zu können.»

Respekt gegenüber Läufern ist spürbar

Kaum zu glauben, doch schon frühmorgens um fünf Uhr beim Start zur letzten Etappe werden die Läufer vom Strassenrand aus angefeuert. Auf der ganzen Route bieten die Anwohner immer wieder Gurkenstücke und Süssigkeiten an, die Kinder klatschen bei den vorbeilaufenden Soldaten ab.

Der entgegengebrachte Respekt gegenüber den Läufern ist auf der Strecke merklich spürbar. «Der Marsch ist der Gipfel des Trainings», erklärt Rauber im Gras sitzend. Die Vorgaben der Armee für eine Teilnahme im militärischen Rahmen sind nämlich nicht ohne: mindestens 300 Kilometer Laufen und eine Teilnahme an einem Zweitagemarsch sind Pflicht.

Die Kameradschaft im Camp und in der Marschgruppe sowie die begeisternde Atmosphäre aber würden dafür mehr als entschädigen.

Fünf Kilometer als Zugabe

«Das Highlight aber ist der Einmarsch», erklärt der Limmattaler. Nach den 160 Kilometern wird nämlich sozusagen als Zugabe noch fünf Kilometer in die Stadt Nijmegen eingelaufen.

Notdürftig frisch gemacht läuft die Schweizer Delegation in militärischer Formation, unterstützt von der eigens angereisten Musikgesellschaft aus Burgdorf, die «La Gladiola» ab. Machen auch jeweils Blasen an den Füssen oder sonstige Beschwerden das Marschieren kaum möglich, diesen letzten Teil will sich kein Teilnehmer nehmen lassen.

«Man wird von den Leuten getragen», beschreibt Rauber das Gefühl. Die Organisatoren sprechen von rund 1,5 Millionen Schaulustigen, welche an diesem letzten Tag entlang der Strecke für Stimmung gesorgt haben.

«Es ist jedes Mal ein neues Erlebnis und man ist gespannt, was nächstes Mal dazukommt», ist die nächste Teilnahme für den ehemaligen Fourier schon jetzt eine beschlossene Sache, die Vorfreude erwache jeweils schon mit der Reise zurück in die Schweiz.

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