Gegen die Reserven von Wettswil-Bonstetten zeigte Engstringens 19-jähriger Argentinier Ronan Gava einmal mehr, was in ihm steckt. An der Seite von Sturmpartner Patrick Meier lief und kämpfte der junge Offensivspieler bis zuletzt und dies trotz einer Geburtstagsparty eines Kollegen am Vorabend.

In der 84. Minute setzte er seine Skorerqualitäten unter Beweis: Der 173 Zentimeter kleine Sturmtank spedierte er ein Zuspiel von Philip Knecht aus 12 Metern volley am Wettswiler-Keeper Ariel Jimenez vorbei ins Netz. Mit diesem Tor sicherte Gava seinem Klub das 2:2 unentschieden und damit einen Punkt.

Geboren und aufgewachsen in Argentinien zog Gava im zarten Alter von sieben Jahren in die Schweiz, wo er als 12-Jähriger an seinem Wohnort zum FC Schlieren stiess. Nach seiner Juniorenzeit in Schlieren wechselte Gava zum Drittligisten YF Juventus II, wo er zuletzt aber den Spass am Fussball verlor.

Freude am Fussball zurückgewonnen

«Einige Engstringer Kollegen animierten mich im vergangenen Sommer zum FC Engstringen zu wechseln. Und mit diesem Transfer kehrte bei mir wieder die Freude zurück, zumal wir hier über eine tolle Truppe mit einem familiären Umfeld verfügen», so Gava. In seinem ersten Einsatz für Engstringen spielte er damals für die Junioren A und wurde in dieser Partie von Trainer José Varela beobachtet.

Umgehend wurde Gava ins Kader des Fanionteams aufgenommen. Dank seiner Schnelligkeit stellt der linksfüssige Stürmer die gegnerischen Abwehrreihen immer wieder vor Probleme. «Nachdem ich zuletzt mit Meniskusproblemen zu kämpfen hatte, fühle ich mich jetzt wieder fit», sagt Gava. Aufgrund einer beruflichen Veränderung – der gelernte Detailhandelsangestellte arbeitet seit zwei Monaten als Tech-Support für die Swisscom – konnte er am Trainingslager in Italien nicht teilnehmen.

Doch der bekennende FC Barcelona-Fan zeigt sich kämpferisch: «Mein Ziel ist es, für einen Zweit- oder auch Erstligisten auf Torjagd zu gehen. Doch zuerst will ich mit Engstringen in der laufenden Saison den dritten Tabellenplatz erreichen.»