Eishockey
Der Fluch des ersten Treffers der Partie sucht die Wings heim

Die Limmattaler verspielen gegen Seetal eine 4:0-Führung und verlieren 6:7 nach Verlängerung. Trotz der neuerlichen Baisse herrscht im Limmattaler Zuversicht vor, was den Abstiegskampf anbelangt.

Raphael Biermayr
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Die Wings (in Blau) haben schon wie der sichere Sieger ausgehen.

Die Wings (in Blau) haben schon wie der sichere Sieger ausgehen.

Limmattaler Zeitung

Die Parallelen zum vorangegangenen Match gegen Affoltern (4:5 nach 3:0-Führung) waren frappant. Wiederum erzielten die Wings nach 59 Sekunden den ersten Treffer, wieder führten sie bald 3:0.

Als Peter Frenzel bereits in der 13. Minute mit einem Hammer von der blauen Linie gar auf 4:0 erhöhte und dieser Spielstand bis zur ersten Sirene Bestand hatte, kam bei den wenigsten der wenigen Zuschauer das Gefühl auf, die Limmattaler könnten diese Partie noch aus den Händen geben.

Diese Einstellung herrschte auch bei den Akteuren vor, was sich als fatal herausstellte. Die Gäste waren nach einem Doppelschlag in der 22. Minute wieder zurück in der Partie, in der 42. Minute schliesslich war das Skore egalisiert – ein umstrittener Schlittschuhtreffer (siehe Video): Der eine Schiedsrichter entschied auf Kickbewegung, der andere auf regulären Vorgang, Letzterer lag richtig.

Goaliefehler in der Verlängerung

Dem Tor von Jacek Gwozdz (45.) zum 5:4 hielten die Luzerner nicht einmal zwei Minuten später den Ausgleich entgegen. Oliver Bowalles 6:5 (52.) hielt bis in die Schlussminuten, ehe Seetals Flavio Müller in Überzahl zum 6:6 traf.

Derselbe Akteur traf 54 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung mit seinem insgesamt vierten Tor zum Sieg. Der zuvor starke Goalie Fabian Meier griff daneben.

Die Vermutung liegt nach diesem Match nah: Die Wings dürfen nicht in Führung gehen, sonst können sie nicht gewinnen. Die Statistik stützt diese These: In den fünf gewonnenen Matches der laufenden Saison kassierten sie viermal das erste Tor der Partie.

Gingen sie selbst in Führung, was fünfmal der Fall war, verloren sie viermal. Die Ausnahme bildet das 5:4 gegen Seewen, als die Wings mit 4:0 in Front lagen.