Fussball
Der FC Urdorf startet die Rückrunde mit einem gelernten Stürmer im Tor

Den Auftakt in die Frühjahrsrunde hat sich Trainer Ani Wiederkehr sicherlich anders vorgestellt. Der ehemalige Urdorf-Goalgetter Claudio Parati steht im Startspiel der Rückrunde gegen Freienbach zwischen den Pfosten.

Raphael Biermayr
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Der Ball rollt ab heute auch in Urdorf wieder.

Der Ball rollt ab heute auch in Urdorf wieder.

Rainer Sommerhalder

Zum Rückrundenauftakt in der Gruppe 1 in Freienbach (12 Uhr, Chrummen) steht für den FCU am Sonntag ein überraschender Mann zwischen den Pfosten: Claudio Parati, einst Stürmer bei den «Stieren», der sich zuletzt seiner zweiten Leidenschaft verschrieben hatte, dem Tennis. Er vertritt in Ermangelung einer Alternative Samuel Winkler. Der ist mit einigen Teamkollegen in Miami und kehrt erst in der kommenden Woche zurück.

Ein Stürmer im Tor – das klingt nach Verhältnissen, wie sie Trainer Andi Wiederkehr vor seiner Rückkehr aufs Chlösterli in Würenlos erlebte, und die ihn irritierten. Der Ex-Profi relativiert: «Diese Konstellation ist eine Ausnahme.» Doch Wiederkehr gesteht, nicht glücklich mit der Gesamtsituation zu sein – Stichwort: Trainingsbesuch.

«Einige müssen sich fragen, ob sie die Verantwortung überhaupt wahrnehmen wollen, zweimal in der Woche zu trainieren.» Die Ambitionen für die zweite Saisonhälfte sind allerdings gering: Urdorf, das noch eine Nachtragspartie bestreiten wird, steht im Niemandsland der Tabelle.

Übrigens: Claudio Parati, dem Trainer Wiederkehr «ein gewisses Talent» bescheinigt, bestritt bereits zwei Vorbereitungsspiele – und spielte zweimal zu null. (bier)